Gewobau erwirtschaftet Gewinn

1,5 Millionen Euro plus verbuchte die Gesellschaft für Bauen und Wohnen im abgelaufenen Jahr. In Sachen City-Outlet befinde man sich in Gesprächen mit Discounter Netto, unterschriftsreif seien die Verträge allerdings nicht.

Die Zweibrücker Gesellschaft für Bauen und Wohnen (Gewobau) hat 2013 einen Überschuss von 1,5 Millionen Euro erwirtschaftet - obwohl sie mehrere Millionen in die Stadtentwicklung und ihre Wohnungen gesteckt hat. Daher habe sich "das Fremdkapital der Gesellschaft vorübergehend erhöht", heißt es im Geschäftsbericht.

Dieser weist als Schwerpunkte aus: den Erwerb der Fasanerie und Erneuerung des dortigen Veranstaltungssaals, den Bau zweier Kindergärten sowie der Produktionsstätte des Unternehmens thinXXS, die Umgestaltung des Campingplatzes zu einem Biergarten und die Entwicklung der Canada-Siedlung. Deshalb werde die Gewobau in den nächsten Jahren etwas weniger investieren. Sonderinvestitionen sollten dauerhaft nicht die Hälfte der Kaltmiete ausmachen. Gewobau-Geschäftsführer Rolf Holzmann weist darauf hin, dass die Gewobau-Gremien den Bericht in der kommenden Woche noch absegnen müssen. Bereits Morgen, 10. September, 17 Uhr, berät darüber der städtische Hauptausschuss im großen Saal des Rathauses.

Im Bericht wird erwähnt, dass 2014 damit fortgeführt wurde, die Canada-Siedlung zu erschließen. Die ersten Baugrundstücke sollen noch dieses Jahr veräußert werden. Bei einem anderen Stadtentwicklungsprojekt kam die Gewobau bis Ende 2013 nicht weiter: "Leider ist es nicht gelungen, das City-Outlet zu vermarkten", heißt es. Auch wenn es mit dem Lebensmittel-Discounter Netto inzwischen intensive Gespräche gebe, unterschriftsreif sei noch nichts, erklärt Holzmann auf Nachfrage. Es liefen weitere Verhandlungen, um das Objekt zu vermarkten. Trotz der weiterhin zurückgehenden Bevölkerungszahl in Zweibrücken und Umgebung bleibe die Vermietungssituation der Gesellschaft stabil. Die Leerstandsquote lag Ende 2013 bei 6,7 Prozent. Einen großen Anteil hatte die Canada-Siedlung, in der von 288 Wohneinheiten 89 leer standen. Der Bericht weist auch darauf hin, dass die Gewobau auch in ihre Homburger Wohnungen investiert.

Ende 2013 hatte das Unternehmen 554 Häuser mit 3141 Wohnungen in Besitz. Dazu 64 sonstige Objekte wie Läden, das City-Outlet, Büros, ein Hotel, einen Campingplatz und drei Kindergärten. Die Gewobau zählte 67 Mitarbeiter.