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Gewerbesteuer fließt in Zweibrücken nach Plan

Gewerbesteuer fließt in Zweibrücken nach Plan

Zweibrücken. Die Zuschüsse durch das Konjunkturpaket II werden in vielen Kommunen zum Tropfen auf dem heißen Stein - angesichts Millionenverlusten bei den Gewerbesteuer-Einnahmen durch die Wirtschaftskrise

Zweibrücken. Die Zuschüsse durch das Konjunkturpaket II werden in vielen Kommunen zum Tropfen auf dem heißen Stein - angesichts Millionenverlusten bei den Gewerbesteuer-Einnahmen durch die Wirtschaftskrise. Der rheinland-pfälzische Städtetag warnt deshalb vor großen Finanzproblemen; und eine dpa-Umfrage ergab, dass viele Kommunen in Rheinland-Pfalz dramatische Einbrüche bei der Gewerbesteuer befürchten und ihre Prognosen für 2009 deutlich nach unten korrigiert hätten (wir berichteten). Neue Hiobsbotschaften also auch für das hoch verschuldete Zweibrücken? Die städtische Kämmerei gibt auf Merkur-Anfrage vorerst Entwarnung. Amtsleiter Peter Kaufmann (Foto: pm) verrät nach einem Blick auf den Gewerbesteuer-Kontostand: "Bis jetzt mussten wir unsere Prognosen noch nicht nach unten korrigieren. Wir sind sogar noch über dem Plansoll im Moment." Im Stadthaushalt 2009 war mit Gewerbesteuer-Einnahmen in Höhe von 19 Millionen kalkuliert worden. Kaufmann freut sich: "Im ersten Quartal 2009 sind schon 6,6 Millionen Euro eingegangen." Die Gewerbesteuer-Einnahmen werden in Zweibrücken allerdings traditionell vorsichtig geschätzt. Die 32 Millionen Euro im Vorjahr seien allerdings wegen außergewöhnlicher Ausreißer nach oben gewesen, erläutert Kaufmann. Bislang gebe es auch noch keine Ankündigungen von Firmen, ihre Vorauszahlungen reduzieren zu wollen, sagt Andreas Gab, Gewerbesteuer-Experte der Kämmerei. Gab verweist auf die Einbrüche in anderen Städten: "Wir sind ein positiver Ausreißer. Wir sind in einer guten Lage, auch im Vergleich mit Nachbarkommunen." In Homburg musste die Gewerbesteuer-Prognose von 28 auf 15,3 Millionen Euro reduziert werden. Peter Kaufmann: "Homburg hat ein Riesen-Problem durch die vielen Betriebe, die für die Automobil-Industrie liefern. Den Bereich haben wir ja nicht." Auch der Zweibrücker Oberbürgermeister Helmut Reichling erklärt die guten Nachrichten aus seiner Kämmerei so: "Das liegt an dem guten Branchenmix. Wir haben in Zweibrücken keine Monostruktur, sondern viele mittelständische Betriebe, die in der Krise relativ stabil sind, sowie Großunternehmen, die auf verschiedenen Märkten tätig sind und mit ihren Produkten hervorragend positioniert sind." lf