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Getrübte Stimmung auf Betriebsversammlung bei Pallmann

Getrübte Stimmung auf Betriebsversammlung bei Pallmann

Alles andere als vorweihnachtlich war die Betriebsversammlung bei der Firma Pallmann. Mit den Worten gedrückt, enttäuscht, verärgert, resigniert umschrieb der IG-Metall-Sekretär Ralf Cavelius die Stimmung.

Auf Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich sowie Stellenabbau haben sich die Geschäftsleitung und der Betriebsrat in langen Gesprächen geeinigt (wir berichteten).

Immerhin habe der Betriebsrat durch die Arbeitszeitverkürzung von 14,3 Prozent 50 Entlassungen vermieden, betonte Cavelius. Dabei handele es um "qualifizierte, mitbestimmte, tarifhonorierte" (Cavelius) Arbeitsplätze. Im kommenden Jahr würden 25 Mitarbeiter den Betrieb verlassen. Fünf oder sechs Mitarbeiter hätten angedeutet zu gehen. "Die werden bei den 25 angerechnet." So könnten es weniger als 20 Entlassungen sein. Zurzeit gibt es bei Pallmann 390 Arbeitsplätze.

Von der Arbeitszeitverkürzung sind die Leute im Verkauf, auf Montage, Meister mit schichtübergreifender Tätigkeit und Mitarbeiter an den so genannten Schwerpunktmaschinen ausgenommen. Die Arbeitszeit wird nicht stunden- sondern tageweise verkürzt. Durch drei Tage weniger im Monat verringere sich der Aufwand der Beschäftigten. Für Cavelius ist die Vereinbarung zu der ein Sozialplan gehört "der letzte Rettungsring. Es muss sich strukturell was ändern".