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Patric Heizmann in der Festhalle: Gesundheitsmotivator mit Witz und Dollerei

Patric Heizmann in der Festhalle : Gesundheitsmotivator mit Witz und Dollerei

Patric Heizmann ließ 600 Besucher in der Festhalle am laufenden Band staunen.

(fro) „Denn eins ist klar“, betont Patric Heizmann, „die richtige Ernährung ist nur die halbe Miete“. Bewegung tut Not! Aber beides richtig und in dosierter Menge. Denn mit Gewalt geht gar nichts, vielmehr geht schon, aber es hält eben nicht. Nur die Dauer, die Regelmäßigkeit, die gewollte Lebensumstellung, die bringt’s. Wer nichts tut, dem droht womöglich ein Leben bis 60 und das Sterben bis 80. Das kann’s doch nicht sein!

Alles, was Heizmann in seinem zweistündigen lebendigen, humorvollen, aber mit gesicherten Fakten gespickten Vortrag vorträgt, weiß man eigentlich schon. Aber wie er es rüberbringt, das bleibt hängen. Ständig hört man Lachen im Publikum, die Menge ist amüsiert, weil alle genau hinhören und das Engagement des RTL-Erfolgsmannes ernst nehmen:

Der will nicht nur unterhalten, der will uns gesund machen, damit wir alle glücklich werden und bleiben und natürlich auch noch lange seine Bücher kaufen können, in denen er den kurzen langen Weg zum körperlichen Fitsein locker vom Hocker beschreibt. Das geht dann ganz einfach, zum Beispiel: Fischessen ist vernünftig, denn Fisch enthält viele ungesättigte Fettsäuren, wenig Kohlenhydrate und vor allem Eiweiß. „Aber nicht jeder Fisch, vor allem vom Thunfisch Hände und Appetit weg, denn er speichert Schwermetalle, vor allem Quecksilber“. Und übers Quecksilber kommt er aufs Thermometer, das ja mit Quecksilber funktioniert, und hat so die Lacher auf seiner Seite. Mit solchen Assoziationen gewinnt er Freunde und sendet Pfeile in viele Richtungen, auch gegen ruinöse Politiker. Oder: Katzenfutter ist gesunder als manch Fastfood, das könnte man bedenkenlos essen, Katzen selber natürlich nicht! Das prägt sich ein. So viel zum Essen.

Und dann dreht sich‘s um Bewegung. Patric geht mit gutem Beispiel voran, fällt auf die Knie, stützt sich nach vorn auf die Hände und macht Liegestütze. „Jeden Tag ein paar und jede Woche mehr. Das wäre der Anfang von Fitness“.

Und anschließend oder besser gleich ins Fitnessstudio, zum Beispiel ins „Gesundheitszentrum Springer“, das der Veranstalter des Abends ist. Die Reihe der Sponsoren dieser Veranstaltung zeigt, wie wichtig das Thema ist. Natürlich wird damit auch Geld in vielen Branchen verdient, aber wer’s richtig anfasst, hat eben den größten Vorteil für sich, den eigenen eben. Das Publikum ist gemischt, groß und kleiner, dick und dünner. Am Ende haben wohl an die 100 Besucher zwei Bücher für 30 Euro unterm Arm und vertiefen den Beginn des Glücks nun auf dem heimischen Sofa. Und die vernünftigen suchen später ein Gesundheitsstudio auf. Denn Glücksgewinn braucht Fachleute und Maschinen.