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Kindergarten Battweiler wirkte mit: Geschichten für kleine und große Kinder

Kindergarten Battweiler wirkte mit : Geschichten für kleine und große Kinder

Wolfgang Ohler stellte in der Himmelsbergkapelle großem und kleinem Publikum sein neues Buch „Wer hat Angst vor dem Schnabel der Gans?“ vor.

Der Lesesommer ist angebrochen und passend dazu hat auch der Verein Kultur in der Himmelsbergkapelle eine Veranstaltung für junge Leser auf die Beine gestellt. Wolfgang Ohler stellte an diesem Nachmittag sein erstes Buch für kleine und große Kinder vor. Mit „Wer hat Angst vor dem Schnabel der Gans? Geschichten für kleine und große Kinder“ erzählt er aus seiner Kindheit in Zweibrücken.

Um diese Veranstaltung zu etwas Besonderem zu machen, wirkten auch Kindergartenkinder des Kindergartens Battweiler musikalisch mit. Ansonsten waren die großen Kinder deutlich in der Überzahl bei seiner ersten Lesung aus seinem neuesten Werk. Allerdings sind diese, auch wenn Wolfgang Ohler mit seinem Büchlein vielleicht eine andere Zielgruppe erreichen wollte, möglicherweise das stimmigere Publikum, da die Geschichten zwar Kindergeschichten erzählen, doch nicht unbedingt in einfachster Sprache erzählt sind.

Die großen Kinder durften sich aber unterhalten fühlen, als Ohler aus Kinderaugen zu erzählen und vorzulesen begann. „Wir, die großen Kinder, wollen uns wieder in Richtung der kleinen Kinder bewegen“, erklärte Ohler. Die, so erklärte er, haben den Erwachsenen so einiges voraus, alleine schon dadurch, wie sie in Dinge hineinsehen und nicht nur oberflächlich betrachten. „In jeder Sache steckt ein Zauber und vieles hat einen verborgenen Sinn“, erklärte er.

Mit den Augen eines Kindes sehen – davon handelt „Wer hat Angst vor dem Schnabel der Gans?“. Ohler nahm die Zuhörer lesend und erzählend mit in die eigene Vergangenheit, die sich so zugetragen hat oder zugetragen haben könnte. Etwa davon, wie er mit seinen Freunden das neue Schwimmbad an der Schließ einweihen durfte, obwohl es allen anderen Gästen viel zu kalt war. „Ich muss zugeben, wir froren erbärmlich“, gab er schmunzelnd zu.

Spannend wurde es auch bei der Geschichte vom Schlossgespenst, bei der die Lausbuben am Rande der Schlossruinen ein echtes Gespenst gesehen zu haben glaubten. Die Geschichten hat Wolfgang Ohler seinen vier Enkelkindern gewidmet, die ihn nach eigener Aussage auch auf die Idee gebracht haben. Das Büchlein, das im Echo Verlag erschienen ist, ist zudem so aufgebaut, wie wenn er mit den Vieren zusammen sitzt und die Geschichten erzählt.

Der Leser darf sich dazu begeben und die Unterhaltung zwischen Opa und Enkelkindern mitverfolgen. Da heißt es auch mal „Wirklich, Opa?“, was den Geschichten einen ganz persönlichen Charakter gibt.

Nach der Sommerpause geht es am 24. August mit den Veranstaltungen in der Himmelsbergkapelle weiter.