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Gericht: Unechtes Elfenbein darf nicht beschlagnahmt werden

Gericht: Unechtes Elfenbein darf nicht beschlagnahmt werden

Die Stadt Zweibrücken hat zu Unrecht künstliche Elefantenstoßzähne beschlagnahmt. Die Entscheidung der Stadtverwaltung sei schon deshalb rechtswidrig, da es sich nicht um echtes Elfenbein handele, beschloss das Verwaltungsgericht in Neustadt an der Weinstraße im Eilverfahren, wie es gestern mitteilte.

Eine Frau aus Zweibrücken hatte vor fast 30 Jahren die Plastiken in einem Auktionshaus gekauft.

Im vergangenen Frühling wollte sie diese verkaufen und beantragte eine Vermarktungsgenehmigung. Die Stadt beschlagnahmte jedoch die Stoßzähne, weil ihrer Meinung nach kein legaler Herkunftsnachweis vorlag. Das Gericht sah das nun anders: Dass die Stoßzähne nicht echt seien, ergebe sich aus dem Kaufvertrag und auch aus einem Gutachten. Unechtes Elfenbein falle nicht unter den Artenschutz.