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Gemeinsam für eine Pfarrei Zweibrücken

Gemeinsam für eine Pfarrei Zweibrücken

„Die Volkskirche geht nicht zu Ende – sie ist zu Ende.“ Pfarrer Emanuel macht sich keine Illusionen, dass künftig wieder Gläubige in Scharen zu den Gottesdiensten kommen. Doch man bemühe sich, die Motivation von Ehrenamtlichen zu stärken.

Die Arbeiten an einem pastoralem Konzept laufen in Zweibrücken auf Hochtouren. Das berichtet Gemeindereferent Frank Klaproth in einem Pressegespräch. Das Bisum Speyer habe die Pfarreien zu einem solchen Konzept aufgerufen. Ziel sei es, zu überlegen, wie Seelsorge unter den veränderten Bedingungen in Zukunft erfolgen kann. So gibt es in Zweibrücken im kommenden Jahr nur noch eine Pfarrei (St. Elisabeth) mit vier Gemeinden, deren Profil aber auf alle Fälle erhalten bleiben solle. Was künftig getan wird, komme allen Menschen in der Einheit zugute. Nachdem der Raum festgelegt wurde, sei mit der quantitativen Erfassung der Bevölkerungsdaten und der kirchlichen Amtshandlungen begonnen worden. Diese Ergebnisse liegen nun vor. "Jetzt geht es darum, welches Angebot wir haben und was wir uns noch leisten können", erklärt Pfarrer Wolfgang Emanuel.

Dabei soll vor allem die Motivation von Ehrenamtlichen gestärkt werden. Es gehe darum, Menschen zu gewinnen, die sich für eine attraktive Kirche engagieren, die sich den Herausforderungen der heutigen Zeit stellt. Dass die Gläubigen künftig in Scharen zu den Gottesdiensten kommen, sei aber nicht zu erwarten: "Die Volkskirche geht nicht zu Ende - sie ist zu Ende." Die Mitglieder der Kirche müssten sich deshalb auch von manchem verabschieden. So sei geplant, in sozialen Bereichen Kooperationen mit Vereinen oder Kommunen einzugehen. Bei der Erstellung des Konzeptes sollen vor allem Defizite beseitigt werden. So sei die Kirche an der Zweibrücker Hochschule gar nicht präsent. Angestrebt werde eine engere Kooperation zwischen den Pfarreien und dem Bischöflichen Ordinariat, um passende Untertützungen anbieten zu können. Klaproth wünscht sich eine rege Beteiligung der Kirchenmitglieder an dem pastoralen Konzept, das die Pfarrei mit dem Pfarreirat erarbeitet. Es soll die Kirche fit für die Zukunft machen.