Geld in der Region gut angelegt

Zweibrücken/Pirmasens. Über 100 Millionen Euro hat das Land Rheinland-Pfalz seit dem Weggang der amerikanischen Streitkräfte in die Umwandlung ehemaliger militärischer Flächen in eine zivile Nutzung in die Südwestpfalz gesteckt

Zweibrücken/Pirmasens. Über 100 Millionen Euro hat das Land Rheinland-Pfalz seit dem Weggang der amerikanischen Streitkräfte in die Umwandlung ehemaliger militärischer Flächen in eine zivile Nutzung in die Südwestpfalz gesteckt. Nach Auffassung des Direktors des Berlin Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, Reiner Klingholz, müsse sich der Staat in Regionen wie der Südwestpfalz "lediglich um eine angemessene Daseinsversorgung kümmern". Dort könne man nicht viel mehr Förderung erwarten, "als dass der Strom fließt und die Feuerwehr kommt". In der Südwestpfalz stößt Klingholz damit auf Unverständnis. "Wie dieser Professor aus Berlin zu seinen Aussagen kommt, ist mir schleierhaft", wundert sich Zweibrückens Oberbürgermeister Helmut Reichling (Foto: pm) über die These. Denn die Südwestpfalz ist nach Reichlings Worten gerade ein Beispiel, wie mit öffentlichen Geldern "nachhaltig und zukunftsfähig" entwickelt werde. Dabei verweist Reichling auf das "größte Konversionsprojekt" im Land. Neben dem Zweibrücker Flughafen, der Fachhochschule auf dem Kreuzberg erinnert Reichling an die anderen Projekte in Pirmasens und im Landkreis Südwestpfalz. Die Konversion in der Südwestpfalz hat für den Zweibrücker Oberbürgermeister Modellcharakter für andere Regionen, die einen Strukturwandel zu bewältigen haben. Die Einordnung Zweibrückens in die Top-Ten der Maschinenbau-Standorte sei ein Beleg, dass auch in der Region Entwicklung möglich sei. "Die Aussage von Herr Klingholz über die Südwestpfalz ist professorales Elfenbeinturmdenken, das keiner Kommentierung bedarf. Sie ist geprägt von ziemlicher Ortsunkenntnis", sagte der Landrat des Landkreises Südwestpfalz, Hans Jörg Duppré. Die aktuellen Strukturdaten bewiesen gerade das Gegenteil. Derzeit wird die Landebahn des Zweibrücker Flughafens mit Fördergeld aus Mainz erneuert. Beim Spatenstich sagte der damalige Staatssekretär, Carsten Kühl, dass das Geld in der Region gut angelegt sei. sf