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Geld für starkes Forschungsprofil

Geld für starkes Forschungsprofil

Geld für die Forschung muss die Hochschule Kaiserslautern selbst einwerben und damit ist sie sehr erfolgreich. Am Campus Zweibrücken kümmert sich unter anderem Jessica Weyer um die verschiedenen Förderanträge.

Die Hochschule Kaiserslautern ist eine der drittmittelstärksten Fachhochschulen in Rheinland-Pfalz. Das bedeutet, dass die Professorinnen und Professoren der Forschungsschwerpunkte aktiv Gelder für Forschungsprojekte bei verschiedenen Förderern einwerben, zum Beispiel Landes-, Bundes- oder EU-Mittel. Forschungsanträge an das Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation, "Horizon 2020", unterstützt und begleitet Jessica Weyer als neue EU-Forschungsmanagerin der Hochschule. Als Förderprogramm zielt es darauf ab, EU-weit eine wissens- und innovationsgestützte Gesellschaft und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen sowie gleichzeitig zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Unter dem Begriff "Bildungsrepublik Deutschland" wird mit solchen Programmen eine Wissensgesellschaft angestrebt.

Auch Interreg-Anträge gehen über den Schreibtisch von Jessica Weyer. Dort werden grenzüberschreitende Kooperationen zwischen Ländern, Regionen und Städten unterstützt. Im Moment hat die Hochschule die Verlängerung eines erfolgreichen Projektes mit der Kurzbezeichnung M6 beantragt, das den Austausch von Wissenschaftlern in Asien und Europa fördert. Hier ist geplant, dass die Hochschule die Projektkoordination übernimmt. "Im Moment beantragen wir gerade Fördermittel aus dem Programm FH-Impuls", berichtet Weyer, "das Programm richtet sich an forschungsstarke Fachhochschulen , die einen vorhandenen Forschungsschwerpunkt ausbauen und ihr Forschungsprofil schärfen wollen. Dafür sind gezielte Vernetzungen und strategische Kooperationen der Fachhochschule vor allem mit der Wirtschaft in der Region von zentraler Bedeutung. Wir sind noch in einem relativ frühen Stadium, aber es haben bereits zehn Firmen Interesse gezeigt." Gerade in der Vernetzung mit Partnern aus anderen Hochschulen und aus der Wirtschaft sieht Jessica Weyer ein Plus für die Hochschule. "Das treibt die Forschung voran und stärkt die Reputation", glaubt sie.

Die promovierte Biogeografin stammt aus Zweibrücken . Nach ihrem Studium in Trier ging sie als Wissenschaftlerin für ein Jahr ins brandenburgische Müncheberg zum Senckenberg Deutschen Entomologischen Institut. "Ich bin nach Zweibrücken zurück gekommen, weil ich auch die andere Seite der Forschung kennen lernen wollte", so Weyer, "mein Job hier ist sehr spannend. Ich komme mit den unterschiedlichsten Leuten zusammen und habe ein vielfältiges Aufgabenfeld."