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Geld für Kindergärten-Ausbau fehlt

Geld für Kindergärten-Ausbau fehlt

Zweibrücken. "Wir haben nicht die Absicht, uns als Träger von Kindergärten zu verabschieden", erklärte Dekan Peter Butz auf Nachfrage des Pfälzischen Merkur

Zweibrücken. "Wir haben nicht die Absicht, uns als Träger von Kindergärten zu verabschieden", erklärte Dekan Peter Butz auf Nachfrage des Pfälzischen Merkur. Allerdings könnten die Kirchengemeinden in Zweibrücken auf der "aktuellen Basis die Kindergärten auf Dauer nicht weiter betreiben", verhehlte der Dekan nicht die finanziellen Schwierigkeiten, in denen sich die einzelnen Gemeinden befinden. Bei einer Sitzung der Zweibrücker Kirchengemeinden, die Träger eines Kindergartens sind, hätten diese ihre Probleme erläutert, sagte Butz. Bis Ende Februar würden die Presbyterien erarbeiten, was die Kirchengemeinde leisten könne. Butz: "Dabei können sich die einzelnen Kirchengemeinden frei entscheiden, wie es weitergeht." Die Ergebnisse würden dann mit den städtischen Gremien beraten. Der Dekan sagt ganz offen bezüglich der finanziellen Situation der Kirchengemeinden: "Die Gemeinden haben nicht viel Geld." Zudem gebe es von der Landeskirche auch nur einen eng begrenzten Zuschuss. Deshalb könnten sich die Kirchengemeinden nicht an den Kosten für Baumaßnahmen an den Kindergärten beteiligen.Der Dekan betonte im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur, dass die Stadt den Trägern der Kindergärten sehr entgegengekommen sei. Sowohl bei den Sachkosten wie auch bei den Baumaßnahmen. So übernimmt die Stadt bei Sanierungsmaßnahmen 40 Prozent der Kosten. Eine Erhöhung auf 50 Prozent ist angedacht (wir berichteten). Peter Butz: "Die Gemeinden hätten gerne, wenn die Stadt die kompletten Baukosten übernimmt." Beim Ausbau der Kindergärten für die Betreuung der unter dreijährigen Kinder übernehme die Stadt "die unmittelbaren Kosten", sagte Butz. Die Kirchengemeinden würden für die bestehenden Gruppen weiter ihren Anteil der Personalkosten tragen (12,5 Prozent), unterstrich Butz die Absicht der Kirche, die Kindergärten weiter zu tragen. "Wenn sich die Gemeinden als Träger verabschieden, müsste die Stadt diese Kosten sowie die Sach- und Betriebskosten zusätzlich übernehmen", erläuterte Butz. Zudem müsse die Frage der Gebäude geklärt werden, so der Dekan weiter. "Die Gemeinden hätten gerne, wenn die Stadt die kompletten Baukosten übernimmt." Dekan Peter Butz