1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Gefährliche Stäube: Terrag macht Rückzieher komplett

Gefährliche Stäube: Terrag macht Rückzieher komplett

Das Unternehmen Terrag hat seinen Antrag zurückgezogen, "Filterstäube aus der Abfallmitverbrennung" mit stark krebserregenden Dioxinen und Furanen in der Konditionierungsanlage auf der Zweibrücker Mülldeponie zu verarbeiten.

Damit will die Firma nur noch vier "gefährliche" Staubarten konditionieren, also mit Wasser verdichten. Das erklärte Nora Schweikert, Sprecherin der Aufsichtsbehörde SGD Süd, gestern auf Nachfrage. Die strittige Stoffgruppe habe Terrag gestern per E-Mail aus dem Antrag gestrichen, auf dem Postweg werde man dies gesondert nachreichen, schilderte Schweikert die Vorgänge. Aufgefallen war diese Stoffgruppe vergangene Woche im Mörsbacher Ortsbeirat. Vizeortsvorsteherin Julia Igel hatte den Terrag-Vertreter nach diesen Substanzen gefragt, und der erklärte, es handele sich um einen Fehler. Diese Stoffe stünden zwar im Antrag, man wolle sie aber gar nicht verarbeiten. Als nächstes werden Antrag und Unterlagen vom 18. Juli bis 17. August im Zweibrücker Rathaus (Zimmer 125) während der Dienstzeiten ausgelegt. Bis zum 30. August können Bürger schriftlich Einwand bei der SGD Süd erheben. Am Donnerstag, 6. Oktober, 10 Uhr, werde im Zweibrücker Ratssaal ein Erörterungstermin stattfinden. Das habe damit zu tun, dass es diesmal um nicht-gefährliche Abfälle geht, so Schweikert auf Nachfrage.