Fußballer packen mit an

Die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft, der Jugend, der AH und die Mitglieder des TSC Zweibrücken, die keinen Sport mehr treiben, waren vereint, die Arbeiten am neuen Rasenplatz voranzubringen.

. "Das passt nicht", "das muss auf der Seite noch höher", oder "das sieht niemand mehr, wenn die Werbetafeln drauf sind" - das war am Samstagmorgen auf dem Sportplatz an der Wattweilerstraße zu hören. Ein halbes Dutzend Mitglieder des TSC Zweibrücken schraubten die neue Anzeigetafel an das dafür vorgesehene Gestell am neuen Rasenplatz.

"Eine Anzeigetafel hatten wir nicht geplant. Aber uns jetzt dafür entschieden", sagte der TSC-Vorsitzende Wolfgang Schön. Und auch dabei konnte sich der Vorsitzende auf die Hilfe der Vereinsmitglieder verlassen. Schon beim Abriss der Tribüne, beim Wegschaffen des Bodens oder beim Verlegen der Verbundsteine waren genügend Helfer vor Ort. "Wir hatten gehofft, dass die Mitglieder helfen", sagte Schön. Dass sie das taten, habe ihn dann gefreut.

Neben den Leuten, die Steine geschleppt haben oder mit Schaufel und Pickel tätig waren, hätten auch einige für die Verpflegung gesorgt. Dabei habe die gesamte Vereinsfamilie geholfen. Von den Spielern der ersten und zweiten Mannschaft, der Jugend , der AH bis zu den Mitgliedern, die keinen Sport mehr treiben. Mit Peter Hub und Reiner Lahm hob Schön zwei Helfer hervor. "Ich habe dem Verein gerne geholfen", sagte Lahm. Darüber solle man nicht so viel Aufhebens machen. "Wir waren ein gutes Team." Für die Mitglieder sei es auch ein Ansporn gewesen, dass auch die aktiven Fußballer geholfen hätten. Damit hätten sie gezeigt, dass sie nicht nur einen neuen Platz wollen, sondern auch etwas dafür tun.

Insbesondere als beim Verlegen der Verbundsteine um den Rasenplatz (rund 450 Quadratmeter) viele Hände benötigt worden seien, hätten die Fußballer mit angegriffen. Rund zwei Dutzend helfen, waren dabei im Einsatz. "Ohne die ehrenamtliche Hilfe der Mitglieder können wir das Projekt nicht stemmen", betonte Schön. Über 30 000 Euro Eigenleistung seien im Finanzplan. Nach der Verteuerung durch den Bombenfund erhöhten sich die Kosten auf rund 720 000 Euro (wir berichteten). Von den förderfähigen Kosten von knapp 600 000 Euro trägt die Stadt 30 und das Land 40 Prozent. Den Rest der Verein. Neben Geld auch mit der Eigenleistung .

"So können wir es lassen", sagte Lahm den Mitstreitern bei einem Blick auf die Tafel. Dazu hatte er auch den neuen Rasenplatz betreten. Denn seit einigen Wochen präsentiert sich der Platz in einem satten Grün. Im späten Frühjahr soll dann der Ball auf dem neuen Rasen laufen, sagte TSC-Sprecher Stephan Heidenreich. Bis dahin soll auch die neu errichtete Tribüne auf der Seite des Clubheims Zuschauer aufnehmen. Die haben dann auch einen guten Blick auf die Anzeigentafel, für die sich bereits drei Unternehmen Werbeflächen gesichert hätten, wie Schön sagte.