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Fußball-Übertraung: Fußball-Fete geht weiter

Fußball-Übertraung : Fußball-Fete geht weiter

Veranstalter Experience Event zeigt auch nach dem deutschen Aus weiter alle Spiele. 80 000 Euro kostet die „Fan Arena“. Die Resonanz könnte noch besser sein.

Auch nach dem Ausscheiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Russland hält Veranstalter Experience Event an seinen kostenlosen Public-Viewing-Veranstaltungen aller Spiele auf dem Zweibrücker Herzogplatz fest. Geschäftsführer Fabian Hector erklärte auf Merkur-Anfrage, dass das von Anfang an der Plan gewesen sei: „Daran ändert auch das Ausscheiden nichts.“ Mit Lieferanten, Zeltbauern oder hinsichtlich der Toilettenwagen habe man laufende Verträge bis zum WM-Ende am 15. Juli. „Es wäre schwachsinnig, da früher abzubrechen.“ Man warte jetzt ab, wie sich die Resonanz entwickle. 2004 und die EM in Portugal habe gezeigt, dass am Ende auch ein Außenseiter-Team wie Griechenland großes Interesse beim öffentlichen Fußballschauen erzeugen könne.

Allerdings reduziere man das Personal nun ein bisschen. Nach der Vorrunde ist die Mehrzahl der Spiele absolviert, jetzt stehen anstatt bis zu vier nur noch zwei Partien pro Tag an, später dann nur noch eine. Auch kommt es zu spielfreien Tagen. Dieser Schritt sei von Anfang an geplant gewesen, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. „Wenn allerdings gar keiner mehr kommt, dann stellt sich irgendwann die Frage: Für wenn machen wir das überhaupt noch?“

Aktuell erreiche man aber die gesteckte Zielmarke von 200 bis 300 Gästen pro Tag. Bei den Deutschlandspielen seien es sogar 2500 (Mexiko), 2000 bis 3000 (Schweden) und 3000 (Südkorea) gewesen: „Es hat sich also immer gesteigert“, so Hector.

Insgesamt rund 80 000 Euro kostet das Unternehmen aus Rehlingen-Siersburg das öffentliche Fußballschauen in der Rosenstadt insgesamt. Das Geld fließt in das Sicherheitspersonal, den Aufbau, den Zaun, Zelte, Bewirtung, für Bürocontainer oder das Anfertigen von Bannern.

Laut Hector soll sich alles durch Sponsoren und den selbst gemanagten Getränkeverkauf refinanzieren, die Essensstände werden fremdbetrieben. Der entscheidende Vorteil sei, dass man die Veranstaltungstechnik selbst besitze – denn die sei bei solchen Events der größte Kostentreiber. Man biete damit Qualität etwa bei der Tonanlage und „die beste LED-Wand im ganzen Umkreis“, sie sei besser als diejenigen, die in Homburg oder Saarlouis zum Einsatz kämen. „Wir haben bisher Feedback bekommen, dass wir das hier sehr gut umsetzen“, so Hector, der sich aber eine noch bessere Resonanz bei den Bürgern erhofft. Viele Besucher seien Stammgäste, schauten aber nur die Spiele und würden nichts trinken.

Dennoch zeigt sich der Veranstalter interessiert an einer Wiederholung des Public Viewings. Solange diesbezüglich mit der Stadt keine Verträge unterschrieben seien, wolle er sich aber nicht dazu äußern. „Man muss kucken, was unterm Strich dabei rumkommt“, deutet Hector an, dass ein Verlust in der Endabrechnung die ursprüngliche Denkrichtung aber noch verändern könnte. Es spiele etwa auch eine Rolle, inwiefern die Stadt und die Parkbrauerei als Lieferant mitspielten. Beim nächsten Mal wären indes die Kosten geringer: „Die Banner etwa haben wir ja jetzt schon“, so Hector.