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Fünf Haustiere getötet, vier Menschen verletzt

Fünf Haustiere getötet, vier Menschen verletzt

Mehr als 80 Feuerwehrleute, Rettungsdienste und die Schnelle Eingreifgruppe (SEG) Zweibrücken waren am Samstag bei einem Wohnungsbrand in der Hofenfelsstraße nahe des Hilgardcenters im Einsatz. Die Straße musste vier Stunden lang gesperrt werden.

Meterhohe Flammen schlugen am Samstagmorgen aus einer Gewobau-Mietwohnung im Dachgeschoss gegenüber von Hilgardhaus und -center in der Hofenfelsstraße. Um kurz nach neun Uhr verständigte die Rettungsleitstelle Landau die Stadtfeuerwehr Zweibrücken. Weil noch eingeschlossene Personen vermutet wurden, lösten die Verantwortlichen bei der Stadtfeuerwehr sofort Großalarm aus. Beim Eintreffen der ersten Helfer standen über dem Brandort schwarze Rauchwolken, loderten Flammen aus der Dachgaube der Brandwohnung.

Die Annahme, dass sich eingeschlossene Personen in der Brandwohnung befinden, bewahrheitete sich nicht. Beim Eintreffen der weiteren Hilfskräfte hatten sich nach Schätzung der Feuerwehr 15 bis 20 Personen aus den acht Mietwohnungen im betroffenen Gebäudetrakt in Sicherheit bringen können. Sie kamen zum Teil bei Verwandten und Bekannten unter. Vier Personen, darunter die Wohnungsmieterin mit ihrem kleinen Sohn, fanden Obdach gegenüber bei der Firma Schneider und Haller. Vier Personen wurden wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung in die Zweibrücker Krankenhäuser eingeliefert. Keine Rettung mehr gab es für drei Katzen und zwei Schlangen in der Brandwohnung. Durch die starke Rauchentwicklung waren die Tiere verendet, wie die Feuerwehrleute später feststellen mussten.

Stadtfeuerwehrinspekteur Harald Schmieg lobte noch am Brandort den umsichtigen wie tatkräftigen Einsatz der Wehrleute. "Das hätte viel schlimmer ausgehen können. Gut, dass wir schnell vor Ort waren und die Zusammenarbeit bestens koordiniert wurde." Zusammen mit einem Tanklöschfahrzeug war das neue Rettungsfahrzeug mit dem langen Teleskoplenkmast sofort am Einsatzort. Die von Homburg als Unterstützung für den Bedarfsfall angeforderte zweite Rettungsleiter musste nicht eingesetzt werden. Die 30 Helfer der Schnellen Einsatzgruppe (SEG) Zweibrücken lösten schon kurz nach der Alarmierung die Helfer des Regelrettungsdienstes ab.

Vollständig ein Raub der Flammen wurde das Schlafzimmer in der Brandwohnung, die wie die gegenüberliegende Mietwohnung und die unter der Brandwohnung liegenden Räume vorerst nicht bewohnbar sind. Die Gewobau bot noch am gleichen Tag den betroffenen Mietern Ersatzwohnraum an, Details sollen heute abschließend abgeklärt werden. Oberbürgermeister Kurt Pirmann verschaffte sich noch während der Löscharbeiten einen umfassenden Überblick am Brandort, sprach mit der betroffenen Mieterin und lobte den Einsatz der Feuerwehrleute. Die Polizei schätzt den Schaden auf über 50 000 Euro. Die Ermittlungen der Kripo Kaiserslautern zur Brandursache sollen heute abgeschlossen werden.

Bis gegen 13 Uhr war die viel befahrene Hofenfelsstraße im Bereich Kreuzung Hilgardhaus gesperrt.