Friedensschluss im Brücken-Zoff

Die Schwarzbach-Brücke zum John-Deere-Werk kommt nun doch zügig: Möbel Martin und Globus Baumarkt ziehen ihre Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan zurück. Man habe sich mit der Stadt geeinigt.

 Nach der Einigung zwischen und Stadt und Fachmärkten können die Bauarbeiten an der Wilkstraße losgehen. Foto: Eric Kolling
Nach der Einigung zwischen und Stadt und Fachmärkten können die Bauarbeiten an der Wilkstraße losgehen. Foto: Eric Kolling Foto: Eric Kolling

Im Streit um den Bau einer Brücke über den Schwarzbach zum John-Deere-Werk haben sich Möbel Martin und der Globus Baumarkt geeinigt. "Die Brücke in Verlängerung der Wilkstraße wird ohne Verzögerung nach den vorliegenden Plänen gebaut werden können", fasste am Freitag Stadtsprecher Heinz Braun in einer Mitteilung das zusammen, was beide Parteien zuvor vereinbart hatten. Die beiden Märkte ziehen demnach ihre Normenkontrollklage gegen den in der Dezember-Sitzung des Stadtrats verabschiedeten Bebauungsplan vor dem Oberverwaltungsgericht Koblenz zurück. "Die Beteiligten werden hierzu in den nächsten Tagen eine Vereinbarung unterzeichnen", so Braun weiter. Die Klage hatten die Märkte im Januar eingereicht, weil sie fürchteten, der zusätzliche Verkehr in der Wilkstraße könnte in Spitzenzeiten erschweren, dass Kunden ihre Parkplätze erreichen. Die Straße ist die einzige Zufahrt. Mehrfach hatte man sich zu Gesprächen auch mit John-Deere-Vertretern getroffen, zuletzt vergangenen Mittwoch, 25. Februar. Offenbar wurden dort bereits die Weichen für die Einigung gestellt, auch wenn Globus und Möbel Martin die Gesprächsergebnisse danach nochmals intern beraten wollten (wir berichteten).

"Alle Fragen sind mit allen Beteiligten geklärt worden", ließ Stadtsprecher Heinz Braun nun verlauten. Die beiden Fachmärkte würden detailliert über den zeitlichen Ablauf der Bauarbeiten in der Wilkstraße informiert; sie sollen je einen Vertreter zu den Jour-fixe-Terminen während der Bauzeit schicken. Wann der Bau losgeht, sei noch nicht klar. Kommenden Mittwoch entscheidet der Stadtrat allerdings über die Vergabe der Arbeiten, für die mehrere Angebote vorlägen, so Braun. Die Stadt habe deutlich gemacht, dass die Interessen der Märkte "auf verschiedenen Ebenen berücksichtigt worden sind". So seien die Planung in Sachen Verkehrsfluss in den vergangenen Monaten optimiert worden. Braun: "Unter anderem wird der Kreisel an den Fachmärkten verbessert, um den Schwerlastverkehr schneller abfließen zu lassen. Dazu wird auch die Einmündung der Wilkstraße in den Kreisel optimiert." Mit dem Landesbetrieb Mobilität sei die Verwaltung in Gesprächen, um an der Einmündung der Lanzstraße in die Gottlieb-Daimler-Straße einen weiteren Kreisel zu bauen (wir berichteten). Außerdem soll nun doch der vor Jahren verworfene Überflieger am Bubenhauser Kreisel kommen.

Oberbürgermeister Kurt Pirmann begrüßte die Entscheidung von Möbel Martin und Globus Baumarkt, ihre Klage zurückzuziehen: "Wir haben uns in intensiven Gesprächen über die Situation auseinandergesetzt und Irritationen, die im Vorfeld aufgekommen sind, aus der Welt geschafft." Die gefundenen Lösungen würden weder die Fachmärkte beeinträchtigen, noch ihren Kunden das Erreichen der Märkte erschweren. Er erinnerte an die eigenen Verkehrszählungen, wonach ein Puffer für ein um 25 Prozent höheres Verkehrsaufkommen in der Wilkstraße bestünde. "Dadurch ist auch die künftige Entwicklung der beiden Fachmärkte gesichert", so Pirmann.

Weder Möbel-Martin-Geschäftsleiterin Bettina Ahranjani noch Jörg Lehmann, Leiter Abteilung Marketing und Marktforschung bei Globus Fachmärkte, wollte sich am Freitag über die Mitteilung der Stadt hinaus äußern. > Seite 17: Weiterer Bericht