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"Freiheitsfahrer" demonstrieren mit Autokorso in Zweibrücken

Stadt warnt vor Verkehrsbeeinträchtigungen am Samstag : Coronaschutz-Gegner melden Autokorso in Zweibrücken an

Die Stadtverwaltung macht auf mögliche Verkehrsbeeinträchtigungen am Samstag (20.2.) in Zweibrücken aufmerksam. Denn das bundesweit aktive Netzwerk „Freiheitsfahrer“ hat für 14 bis 16.30 Uhr einen Autokorso durch die Stadt angekündigt.

Die erforderliche Anmeldung für die durch das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit mögliche Demonstration ist beim Zweibrücker Ordnungsamt erfolgt. Anmelder sei ein Mann aus dem brandenburgischen Beelitz, teilte die Stadt auf Merkur-Nachfrage mit. Er rechne mit 100 bis 150 Fahrzeugen und habe eine Zweibrückerin als örtliche Versammlungsleiterin benannt.

Der kommissarische Stadtsprecher Thilo Huble erklärte weiter, das Ordnungsamt habe „verschiedene Auflagen zur Einhaltung der Verkehrssicherheit sowie zu den aktuell geltenden Corona-Bestimmungen erteilt“.

Gegen eben diese staatlichen Schutzmaßnahmen allerdings protestieren die „Freiheitsfahrer“: Der Autokorso richte sich „gegen die Verlängerung der Maßnahmen, gegen die Reduzierung der Inzidenz, gegen die Zerstörung unserer Wirtschaft“, heißt es in ihrem Demo-Aufruf, der in Zweibrücker Facebook-Gruppen geteilt wurde, teils unter Pseudonymen. Die „Freiheitsfahrer“ selbst sind nicht auf Facebook aktiv, sondern in dem bei sogenannten „Querdenkern“ beliebteren russischen Netzwerk Telegram.

Für den 14. März, den Jahrestag der Bombardierung Zweibrückens im Zweiten Weltkrieg, liegen bislang keine Versammlungs-Anmeldungen vor, sagte der kommissarische Stadtsprecher Thilo Huble auf Merkur-Anfrage.