Fischtreppe im Frühjahr fertig

Der Bau der wegen ihrer Kosten heftig umstrittenen Fischtreppe an der Zweibrücker Schließ steht wenige Wochen vor der Fertigstellung. Es handelt sich aber nicht um das einzige Projekt dieser Art in der Stadt.

Der zuständige Mitarbeiter für Gewässer beim Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken (UBZ), Andreas Reischmann, hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Aufstiegsanlage an der Schließ bis Beginn der Fischwanderung im März fertig ist. "Es muss in den nächsten Wochen aber gut laufen", sagt Reischmann. Ein Wintereinbruch würde einen Strich durch den Plan machen. "Im Frühjahr wird die Anlage aber fertig." Im April 2013 hatten die vorbereitenden Arbeiten mit der Einrichtung der Baustelle begonnen. Ende Mai starteten dann die Bohrarbeiten für die Aufstiegsanlage. Auf rund 60 Metern können Fische über 23 Becken eine Höhendifferenz von drei Metern überwinden. Rund dreieinhalb Jahre wurde vor Beginn über die Fischtreppe diskutiert. Die Anlage an der Schließ ist die größte Maßnahme in Zweibrücken, um die Bäche durchgängig für Fische zu machen. Rund eine Million Euro kostete die Aufstiegsanlage an der Schließ. Rund 170 000 Euro wurden vorher ausgegeben, um durch Einbauten im Wasser den Schwarzbach zwischen der Schließ und dem Wasserkraftwerk Pallmann am Parkhaus Pallmann naturnaher zu gestalten. "Insgesamt standen 23 Maßnahmen auf dem Plan, um die Gewässer in Zweibrücken durchgängiger zu machen", sagt Reischmann.

Nach der Schließ stehen in diesem Jahr noch die Beseitigungen zweier Wehre im Hornbach zwischen Rimschweiler und Ixheim sowie zwei Maßnahmen an der Bickenalb am Altenheim und der Mühle auf dem Plan. "Dann haben wir das Durchgängigkeitsprojekt abgeschlossen", erklärt Reischmann. 2009 hatte UBZ-Abteilungsleiterin Nicole Hartfelder angekündigt, dass bis 2015 die Gewässer in Zweibrücken für Fische durchgängig passierbar und naturnaher sind, wie es die Europäische Wasserrahmenrichtlinie fordert. Der Umwelt- und Servicebetrieb ist in Zweibrücken zuständig für die Pflege der Gewässer und den Hochwasserschutz. Unter den 23 Maßnahmen am Hornbach, Schwarzbach oder Bickenalb waren auch kleinere Projekte, die einen fünfstelligen Betrag kosteten. Diese Maßnahmen waren in vier, fünf Wochen abgeschlossen.

Mit vier, fünf Wochen Bauzeit rechnet Reischmann auch bei den Arbeiten am Hornbach, für die der Firma Astakus der Auftrag zum Preis von 100 000 Euro erteilt wurde. "Die Arbeiten können nur bei geringem Wasserstand angegangen werden." Eine Frostperiode würde das Projekt nicht stören.