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Firmenkontaktmesse am Hochschul-Campus Zweibrücken

Firmenkontaktmesse am Hochschul-Campus : Firmen suchen Mitarbeiter am Campus

Die Firmenkontaktmesse am Hochschul-Campus Zweibrücken brachte Unternehmen und Studierende zusammen.

Zum fünften Mal fand am Zweibrücker Campus der Hochschule Kaiserslautern die Firmenkontaktmesse statt. Unternehmen verschiedenster Branchen stellten sich und ihre Angebote der Öffentlichkeit vor. In ungezwungener Atmosphäre konnten Studierende und Interessierte mit Firmenvertretern persönlich in Kontakt treten und sich über ihre berufliche Zukunft informieren – sei es in Form eines Praktikums, einer Abschlussarbeit oder eines dualen Studiums. Natürlich konnten sie auch erste Kontakte knüpfen, wenn sie sich für einen Job im Unternehmen interessieren. Dazu fanden Speed-Datings statt.

Für Studierende aus Pirmasens und Kaiserslautern hatte das Referat Wirtschaft und Transfer, die zentrale Schnittstelle zwischen Hochschule und Wirtschaft, einen Shuttle-Bus eingerichtet. 69 Unternehmen sowie die Hochschule selbst stellten sich in verschiedenen Räumlichkeiten am Campus vor.

Zum ersten Mal dabei war die US Army Garrison, die standortunterstützende Dienstleistungen für das amerikanische Militär in Rheinland-Pfalz bereitstellt. „Hier werden vor allem deutsche Mitarbeiter gebraucht, denn die Army ist an Stabilität und langfristigen Beziehungen interessiert“, sagte Dr. George B. Brown III aus Kaiserslautern. In den 90er Jahren habe das amerikanische Militär Stellen in Deutschland abgebaut, doch nun werden deutsche Mitarbeiter wieder gebraucht. „Wir wollen die Wahrnehmung verändern, die wir in Deutschland haben, die kommt hautsächlich aus dem Fernsehen“, bemerkte er und fuhr fort: „In Baumholder investieren wir viel, ebenso in das neue Medical Center bei Landstuhl.“

Ebenfalls zum ersten Mal mit dabei war das Zweibrücker Unternehmen Wolf und Sofsky. Mit der Anzahl der Besucher, die sich für den Messestand interessierten, war man dort nicht so zufrieden. Die angehenden Bauingenieure aus Kaiserslautern haben wohl das Angebot mit dem Shuttle-Bus zu wenig genutzt, das merkte man auch am Stand der Firma Verope, die in Contwig ein Werk hat. „Dieses Jahr ist der Besuch noch etwas zurückhaltend, das liegt wohl am Standort Zweibrücken“, sagte Marco Ehlig. Das Unternehmen beschäftigt einen Studenten des kooperativen Studienmodells Kosmo, das Hochschule und das jeweilige Unternehmen zusammen anbieten. „Das haben wir dieses Jahr begonnen und wir sind sehr zufrieden“, bemerkte Marco Ehlig.

Mit der Nachfrage waren die Mitarbeiter der Baumarktkette Hornbach, die ihre IT-Lösungen vorstellten, genauso zufrieden wie die Unternehmensberater von Real Core. Kai Schmidt hat in Zweibrücken angewandte Informatik studiert und arbeitet jetzt bei Real Core. Inzwischen ist er Vater geworden und ihm gefallen die familienfreundlichen Arbeitsbedingungen bei seinem Arbeitgeber: „Homeoffice, Teilzeitmodelle – das ist alles machbar. Heutzutage ist es schwierig Mitarbeiter zu finden, da muss ein Unternehmen flexibel sein.“

Wenn es mit dem Unternehmen nicht so gut läuft, kann die IG Metall weiterhelfen. Die Gewerkschaft war zum vierten Mal mit dabei und informierte die Besucher über Einstiegsgehälter oder gab Ratschläge zu konkreten Problemen am Arbeitsplatz.

Wenn es mit dem Studium schwierig ist, sind die Mitarbeiter der Hochschule bemüht, eine Lösung zu finden. Sei es durch zusätzliche Tutorien und eine Studienverlaufsberatung, sei es durch Informationen, welche Berufe man außerhalb der Hochschule erlernen kann. Tanja Stevanovic stellte die Aktion „Vom Hörsaal zum Handwerk II Pfalz“ vor und Carsten Lonsdorfer kümmert sich um Menschen, die ihr Studium nicht schaffen. Er gibt Hilfe zur Orientierung und zur Entscheidungsfindung. Der Bedarf scheint groß zu sein: „Wir haben zwischen 100 und 120 Beratungsgespräche im Jahr“, meinte er.