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„Film des Jahres 2014“ wählen und gewinnen

„Film des Jahres 2014“ wählen und gewinnen

Neues aus der Fantasy-Welt Mittelerde? Eine Reise durch ein schwarzes Loch? Ein lustiger Nachbarschaftsstreit? Diese und viele weitere Geschichten wurden 2014 in Kinofilmen erzählt. Wir stellen zwölf davon zur Wahl und suchen Ihren Favoriten. Heute: „Interstellar“ und „Monsieur Claude und seine Töchter“.

 Chantal Lauby und Christian Clavier hadern in „Monsieur Claude und seine Töchter“ mit Multikulti-Ehen. Foto: A Borrel/Neue Visionen
Chantal Lauby und Christian Clavier hadern in „Monsieur Claude und seine Töchter“ mit Multikulti-Ehen. Foto: A Borrel/Neue Visionen Foto: A Borrel/Neue Visionen

Familien-Komödien, Action-Kracher, Fantasy-Epos: Auch 2014 flimmerten Streifen für jeden Geschmack und jedes Alter über die Kinoleinwände. Nicht alle davon lockten die Zuschauer gleichermaßen hinter dem Ofen hervor. Der eine mag es lustig, der andere ein gutes Drehbuch und Effekte, oder es geht ihm um den/die Hauptdarsteller/in.

Welcher Streifen war Ihr persönlicher Favorit für den Titel "Film des Jahres 2014"? Genau den suchen wir mit dem Zweibrücker Kino "Cinema Europa". Zwölf Kandidaten für alle Altersklassen haben wir ausgesucht, die auch in der Rosenstadt regen Zulauf verbuchten. In dieser Woche stellt der Merkur täglich zwei Filme auf den Lokal-Seiten vor. Mitmachen lohnt sich!

Zu gewinnen gibt es Preise im Gesamtwert von über 1000 Euro. Der Hauptpreis: eine exclusive Vorführung für den Gewinner und Freunde (insgesamt 30 Personen) mit dem von ihm gewählten Film. Darin enthalten sind für jeden Gast ein 0,5 l-Getränk und Popcorn. Über den "Film des Jahres 2014" abgestimmt werden kann online auf www.pfaelzischer-merkur.de/filmdesjahres , auf www.facebook.com/pfaelzischermerkur oder per Teilnahmekarten. Diese liegen im Merkur-Pressezentrum in der Hauptstraße 66 sowie im Cinema Europa bereit. Jede Stimme wird einmal gezählt, Gewinnspiel-Teilnahme ab 18 Jahren. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2015. Die Auszählung erfolgt Anfang März, ebenso die Ziehung der Gewinner und die Gewinnübergabe im Kino. Danach gibt es eine Sondervorstellung des Siegerfilms zu ermäßigten Preisen, Merkur-Card-Inhaber erhalten zusätzlichen Rabatt.

Worum geht's? Die Menschheit hat die Erde verwüstet und hofft auf ein Überleben im All. Eine Handvoll Spezialisten macht sich auf, um durch ein Wurmloch weit entfernte, bewohnbare Planeten zu finden. Diese Mission gerät zur Tortur, weil sich die Planeten nahe an einem Schwarzen Loch befinden. Während für die Astronauten Minuten vergehen, altern die Erdlinge um Jahrzehnte. Wer spielt mit? Mit Matthew McConaughey, Anne Hathaway , Matt Damon und Michael Caine bietet Regisseur Christopher Nolan alleine vier Oscar-Gewinner auf. Auch Jessica Chastain oder Casey Affleck sind mit von der Partie. Das sagt die Kritik: Für "Spiegel Online" ist der Film eine "zeitgeistige Version" von Nolans "erklärtem Lieblingsfilm ‚2001 - Odyssee im Weltraum'": "Überwältigend in seiner mit Hans Zimmers an- und abschwellenden Orgelklängen dramatisierten Epik ist ‚Interstellar' allemal." Doch Nolan scheitere dabei, "seine fantastische Reise wissenschaftlich fundieren zu wollen". Die "Cinema" kommt zu dem Fazit: "Die etwas zu ausufernde Sci-Fi-Odyssee […] ist bewegendes Kopfkino - mit enormen Schauwerten und einem schwindelerregenden Ende." Wie viele Zuschauer gab's? "Insidekino.com" zufolge sahen 2014 in Deutschland rund 1,6 Millionen Leute den Film. Randnotizen: Der Score des gebürtigen Frankfurter Soundmagiers Hans Zimmer war für den Golden Globe nominiert. Christopher Nolan engagierte den amerikanischen Physiker Kip Thorne als ausführenden Produzenten. Er schrieb ein Buch "The Science of Interstellar", in dem er das Gezeigte in drei Kategorien einordnet - je nachdem wie möglich es ist. Eigentlich wollte Steven Spielberg den Stoff schon 2007 verfilmen. Ein Drehbuch bei Nolans Bruder Jonathan war in Auftrag gegeben. Doch Spielberg zog andere Projekte vor.

Heimkino: Die DVD- und Blu-Ray-Variante bei Warner wird im März erwartet. Worum geht's? Monsieur Claude und seine Frau Marie sind ein zufriedenes konservatives Ehepaar in der französischen Provinz und haben vier hübsche Töchter. Erst als sich drei davon mit einem Muslim, einem Juden und einem Chinesen verheiraten, geraten sie unter Anpassungsdruck. Jedes gemütliche Familienfest gerät fortan zum interkulturellen Minenfeld. Musik in den Elternohren ist da die Ankündigung der jüngsten Tochter, einen französischen Katholiken zu heiraten, doch er ist schwarz. Es kommt zum Gemetzel der nationalen Ressentiments und kulturellen Vorurteile.

Wer spielt mit? Die Besetzung ist recht unbekannt. Monsieur-Claude-Hauptdarsteller Christian Clavier kennt man aus den beiden Realverfilmungen von Asterix-Comics. Das sagt die Kritik: Der "Kulturspiegel" befindet: "Ohne gestreckten Zeigefinger, aber mit perfektem Timing und viel Herz macht sich Regisseur de Chauveron einen Spaß aus Alltagsrassismus und Panik vor Multikulti. Eine intelligente Komödie für intelligente Menschen." Die "Berliner Morgenpost" beschreibt: "Eine Komödie der Toleranz. Herzerfrischend. Eine unterhaltsame Lektion im Miteinander-Auskommen und Abbauen von Vorurteilen." Der "Filmdienst" sieht im Film eine "unterhaltsame Sozialkomödie mit guten Darstellern. Freilich wird das brisante Thema dabei eher harmoniesüchtig dem Wohlfühl-Diktat geopfert".

Wie viele Zuschauer gab's? Der Film avancierte auch in Deutschland mit 3,7 Millionen Besuchern zum Überraschungshit und war damit laut GfK Entertainment zweiterfolgreichster Kinostreifen 2014.

Randnotizen: Filme aus Frankreich schaffen es immer mal wieder, die Gunst des deutschen Publikums zu erobern. Man denke an "Ziemlich beste Freunde" (2011) oder "Willkommen bei den Sch'tis" (2008). Heimkino: Am 28. November 2014 ist der Film bei Indigo als DVD- und Blu-Ray-Fassung erschienen.