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Feuer in Mehrfamilienhaus in Zweibrücken: Kripo ermittelt zu Brandursache

Hintere Ixheimer Straße in Zweibrücken : Wohnhausbrand mit zwei Verletzten und 400 000 Euro Schaden: Kripo ermittelt

Ein Feuer hat Samstagfrüh ein Mehrfamilienhaus in der Zweibrücker Innenstadt zerstört. Auch drei Autos und ein Nachbarhaus wurden beschädigt.

Die Ursache des verheerenden Feuers am Samstag kurz nach Mitternacht in einem Mehrfamilienhaus in der Zweibrücker City war auch am Sonntag noch unklar. Das teilten Polizei und Feuerwehr auf Merkur-Nachfrage mit. Nach Auskunft der Polizeiinspektion Zweibrücken hat – wie bei solchen Bränden üblich – die Kripo Pirmasens die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.

 Von oben ist zu erkennen, dass auch das Dach des Nachbarhauses leicht beschädigt wurde.
Von oben ist zu erkennen, dass auch das Dach des Nachbarhauses leicht beschädigt wurde. Foto: Polizeidirektion Pirmasens

Die Feuerwehr Zweibrücken wurde am Samstag um 0.26 Uhr alarmiert, weil der Dachstuhl des Gebäudes in der Hinteren Ixheimer Straße brannte. Erste Kräfte der Feuerwehr waren um 0.34 an der Einsatzstelle. Stadtfeuerwehrchef Frank Theisinger berichtet in einer Pressemitteilung weiter: „Eine Person wurde von Passanten beim Eintreffen der Feuerwehr mit Hilfe einer Leiter aus dem Vordergebäude des Anwesens, das sich bis in die Alte Ixheimer Straße erstreckt, gerettet.“

Die erste Lageerkundung ergab, dass in dem Mehrfamilienhaus nicht nur der Dachstuhl brannte – sondern auch ein Zimmer im Erdgeschoss und ein Zimmer im Obergeschoss. Zudem brannten drei vor dem Haus abgestellte Autos.

„Durch den massiven Einsatz der Feuerwehr konnte ein beginnender Flammenübergriff auf ein benachbartes Gebäude verhindert werden, so dass der Schaden dort gering war“, schreibt Theisinger. Auf Fotos von Feuerwehr (unten links) und Polizei (Seite 7) ist zu sehen, dass bei dem Nachbarhaus Fassadenteile und Dach beschädigt wurden.

Zwei Personen wurden mit Rauchgasvergiftung ins (nur 400 Fahrtmeter entfernte) Zweibrücker Nardini-Klinikum St. Elisabeth gebracht, berichtet der Feuerwehrchef.

 Am Nachbarhaus (links) wurden Fassadenteile in Mitleidenschaft gezogen.
Am Nachbarhaus (links) wurden Fassadenteile in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Feuerwehr Zweibrücken

Der Sachschaden werde auf ungefähr 400 000 Euro geschätzt, so Theisinger. Das Haus mit mehreren Wohnungen sei infolge des Brandes nicht mehr bewohnbar.

Da abzusehen war, dass mehrere Hubrettungsfahrzeuge gebraucht wurden, habe sich der Einsatzleiter entschieden, die Feuerwehr der Stadt Hornbach sowie die Feuerwehr des Triwo-Flugplatz Zweibrücken zu alarmieren. Beide Einheiten entsandten je eine Drehleiter und ein Löschfahrzeug und unterstützen tatkräftig die Löscharbeiten, so Theisinger.

 Allein die Feuerwehren waren mit 60 Personen und 17 Fahrzeugen im Einsatz.
Allein die Feuerwehren waren mit 60 Personen und 17 Fahrzeugen im Einsatz. Foto: Feuerwehr Zweibrücken

Die Einheit der Feuerwehr Hornbach wurde dann noch zu einem Paralleleinsatz bei einem Unternehmen am Funkturm abkommandiert. Dort hatte die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst. Dieser Einsatz stellte sich jedoch als Fehlalarmierung heraus. Im weiteren Verlauf stellte dann die Feuerwehr Hornbach den Grundschutz in Zweibrücken sicher.

Insgesamt waren die Feuerwehren (darunter auch die Zweibrücker Vorortwehren aus Rimschweiler, Mörsbach und Wattweiler) mit 60 Personen und 17 Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurden diese Kräfte vom Rettungsdienst, der Polizei und dem Rettungswagen des Katastrophenschutzes. Um 1.27 Uhr hatten die Wehrleute den Gebäude- und die Pkw-Brände unter Kontrolle. Gegen 3.25 Uhr war der Brand gelöscht und die Rückbaumaßnahmen konnten beginnen. Um 5.15 Uhr war der Einsatz beendet, so Theisinger.