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Festlicht startet in Festhalle mit Summer Lounge

Summer Lounge in der Festhalle : Entspannter Start unter neuer Regie

Der neue Festhallen-Betreiber Festlicht hat am Donnerstag die erste neue Veranstaltungs-Reihe gestartet.

Sommerliche Temperaturen, eine Dachterrasse mit schönem Blick, dazu entspannte DJ-Musik, verstärkt durch Saxofon und Congas – so gestaltete sich am Donnerstag der Auftakt der Reihe „Sommer Lounge“ der Firma Festlicht, die neuer Pächter der Festhalle ist. Sandra Matheis als Geschäftsführerin und ihr Mann Dirk als Veranstaltungstechnik-Meister betreiben mit etwa 25 Mitarbeitern schon lange den Ernstweilerhof als Event-Ort. Ursprünglich hatten sie die Firma aber gegründet, um für Firmen oder Gastronomen Feiern auszurichten. Der Ernstweilerhof sei dann dazugekommen und habe Festlicht bekannter gemacht. Seit dem 1. Juli ist die Firma nun in der Festhalle tätig. „Wir möchten erstmal ein Zeichen setzen mit einer eigenen Reihe“, so der Plan von Sandra Matheis.

Ihr Mann habe beim Anblick der Dachterrasse gleich gesagt: „Warum macht hier keiner was?“ Und in der Tat hatte das Ambiente mit Blick auf die Pferderennbahn schon etwas Besonderes. Weiße Pulte und Sitzhocker sowie sogenannte Day-Betten waren aufgebaut worden – letztere sind Baldachine zum Ausruhen und wurden von Dirk Matheis selbst hergestellt. Außerdem gab es bewegliche Kugelleuchten zu bestaunen. „Ich habe vor einem Event immer genau im Kopf, wie es aussehen soll“, sagte der Veranstalter.

Jeden Donnerstag im August soll die Sommer Lounge stattfinden, immer mit einem unterschiedlichen musikalischen Angebot. Danach steht für die Eventfirma erstmal das Euroclassic-Festival an. Doch auch für den Herbst und den Winter plant Festlicht eigene Veranstaltungen in der Festhalle. Ganz genau wollte sich Sandra Matheis da noch nicht festlegen: „Wir wollen schauen, was vom Kulturamt kommt und was dann noch fehlt. Da können wir ein paar Nischen belegen. Dafür haben wir schon viele Ideen: Vielleicht eine Oldie-Night, vielleicht eine Soul-Night, vielleicht etwas für Kinder.“

Zum Auftakt der Sommer Lounge war viel politische Prominenz erschienen, darunter auch Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD). Er betonte, dass der frühere Pächter, die Firma Zadra, die Festhalle richtig gut aufgebaut habe. Nachdem sich das Unternehmen aber noch mal mehr aufs eigene Kerngeschäft konzentrieren wollte, sei man sich bei der Stadt zügig einig gewesen: „Wenn dem so ist, dann suchen wir uns einen neuen Pächter und gehen konzeptionell andere Wege.“ Es sei mit Festlicht auch vertraglich vereinbart worden, dass die Firma eigene Idee umsetzt im kulturell-musikalischen Bereich. „Mein Eindruck ist, dass die sehr schnell und flexibel solche Veranstaltungen machen können“, so der OB.

Zur Situation der Festhalle äußerte Wosnitza die Hoffnung, dass in Zukunft „das hoch defizitäre Geschäft Festhalle für die Stadt“ etwas weniger Kosten verursache. Es sei ja klar, dass mit der Sanierung der Festhalle eine Entscheidung für einen Subventionsbetrieb getroffen worden sei: „Kultur ist immer ein Zuschussunternehmen.“

Eine Idee zur Kostensenkung sei es, die Stadt Zweibrücken noch mehr als bisher als Standort für Tagungen anzubieten. Deshalb sei man jetzt dem „Convention Bureau Rheinland-Pfalz“ beigetreten, einer Institution von sieben rheinland-pfälzischen Städten zur Vermittlung von Räumlichkeiten für Konferenzen. „Wenn es dann heißt: Wir wollen nicht nach Mainz oder Koblenz, wir suchen irgendetwas Ruhigeres, wo man mitten im Grünen ist, wo eine andere Atmosphäre herrscht – dann wäre Zweibrücken so ein Ort“, sagte Wosnitza. Woran es noch hapere, das seien genügend Unterkünfte. Die Stadt baue darauf, dass das Hotel auf dem Parkbrauerei-Gelände relativ zügig fertig wird. Denn: „Wenn man eine Tagung mit 250 Leuten macht, muss man die auch unterbringen.“