Programm vorgestellt Mit dem Festival Euroclassic in den Süden

Zweibrücken/Pirmasens/Blieskastel/Bitche · Nicht nur Klassik, auch bekannte Klassiker und Crossover prägen die Konzertreihe in diesem Jahr.

 Das erste Euroclassic-Konzert in Zweibrücken bestreiten die St. Florianer Sängerknaben.

Das erste Euroclassic-Konzert in Zweibrücken bestreiten die St. Florianer Sängerknaben.

Foto: St. Florianer Sängerknaben.

Der Süden Europas kommt in die Region. „Wir schließen damit den Kompass Europa, der mit den ,Nordlichtern‘ begann und über ,Ostwind‘ und ,Westwärts‘ dieses Jahr mit dem Motto ,Sterne des Südens‘ endet“, sagte Thilo Huble anlässlich der Pressekonferenz des Festivals Euroclassic diese Woche im Forum Alte Post in Pirmasens. Der Projektleiter des Festivals kündige für September bis November insgesamt 24 „hochkarätige Konzerte“ an, die sich dem Thema in unterschiedlichen Facetten widmen. „Wir erwarten erstklassige Musik und kulturelle Traditionen gepaart mit feurig-explosiver Leidenschaft, darunter auch das ein oder andere innovative und experimentelle Konzertformat“, verriet Thilo Huble.

Seit 1990 hat sich das gemeinsame Kulturprojekt in den Städten Zweibrücken, Pirmasens, Blieskastel, Bitche sowie in Gemeinden der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land sowie im Bitscher Land kontinuierlich entwickelt. Künstler und Ensembles mit internationalem und nationalem Ruf prägen das Festivalprogramm, das dieses Jahr zum 23. Mal stattfindet. „Natürlich ist in unserem Programm immer noch viel Klassik drin, aber auch Klassiker und Crossover“, erklärte Denis Clauer, Beigeordneter und Kulturdezernent der Stadt Pirmasens und ergänzte: „Dadurch hat sich unser Festival insgesamt zwar nicht verändert aber weiterentwickelt.“

Das künstlerische Motto dieses Jahr, das sich im Übrigen auch an den Kultursommer Rheinland-Pfalz angliedert, weist den Blick auf die Alpenländer Schweiz und Österreich, den Süden Deutschlands sowie nach Frankreich, Spanien, Griechenland, Italien und Portugal. „Die Konzerte sind eine Hommage an die reichen Traditionen der südeuropäischen Länder mit kreativen und hinreißend modernen Interpretationen ihrer Musikgeschichte“, betonte Huble und versprach: „Das Programm bietet Einiges an Höhepunkten. Stefanie Heinzmann oder Max Mutzke und die SWR Big Band zum Beispiel, die St. Florianer Sängerknaben und die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, die Münchener Freiheit, Pe Werner, Café del Mundo oder Ro Gebhardt“, zählte er einige auf.

Die Konzerte finden in großen und kleinen, manchmal auch ungewöhnlichen Spielstätten statt. In diesem Jahr sogar über die Gemeindegrenzen der Festivalpartner hinaus. So findet die A-Capella-Nacht ausnahmsweise nicht in Blieskastel, sondern in der Stadthalle St. Ingbert statt. Ein besonderes Highlight ist auch die Euroclassic Pferde-Gala, die im Landgestüt Zweibrücken eigens für das Festival produziert und konzipiert wird. Begegnungen zwischen Mensch, Musik und Pferd stehen dabei im Mittelpunkt, wenn die Gala Pferdeshow auf die Klassik-, Jazz-, und Rock-Crossover Musik des Ensembles Yellow Cello trifft.

Festivalstart ist am 1. September in Pirmasens mit dem Euroclassic Festivalorchester – junge und höchst talentierten Musikerinnen und Musiker, die aus den unterschiedlichsten Ländern speziell und ausschließlich für dieses Konzert zusammenkommen.

Sieben Konzerte finden in Zweibrücken statt – vier in der Festhalle, die anderen im Landgestüt, in der Multifunktionshalle des Helmholtz-Gymnasiums und in der Heilig-Kreuz-Kirche. Blieskastel lädt in die Orangerie und die Schlossksirche ein, darüber hinaus zwei Mal in den Kultursaal in Blickweiler. Veranstaltungsort in Pirmasens ist sechs Mal die Festhalle.

Drei der insgesamt vier französischen Veranstaltungsorte stehen noch nicht fest. Das besondere bei unseren Nachbarn ist nämlich, dass sich die Gemeinden jedes Jahr abwechseln. „So kommt jeder einmal in den Genuss, ein Konzert auszutragen“, verrät Benoît Kieffer, Vizepräsident und Kulturdezernent der Verbandsgemeinde Bitscherland und Bürgermeister der Stadt Bitche. Das habe natürlich seinen eigenen Charme und die Konzerte in den meist kleineren Kapellen mit einem nicht so großen Publikum eine besondere Atmosphäre. Nicht selten komme man im Anschluss noch auf ein Glas Wein zusammen. „So sind wir Franzosen, und auch unseren deutschen Gästen gefällt das, wie sie uns immer wieder berichten“, erzählte Benoît Kieffer.

Thilo Huble jedenfalls ist zuversichtlich, dass das Festival auch 2024 eine große Strahlkraft über die regionalen Grenzen entfalten werde und viele Gäste zu den Konzerten ziehe. „Das Programm ist es wert, gesehen, gehört und erlebt zu werden und die Künstler haben es verdient, in vollen Häusern zu spielen“, betonte er.

Das Land Rheinland-Pfalz bezuschusst die Gesamtfestivalkosten von rund 400 000 Euro voraussichtlich mit 80 000 Euro. 1500 bis 2000 Euro kommen aus dem Saarland, aus der Region Lorraine keine Fördergelder. „Allerding ist der Fördertopf der privaten Sponsoren dieses Jahr etwas üppiger“, freute sich Huble und nannte zum Beispiel das Zweibrücken Fashion Outlet Zweibrücken als neuen Sponsor des Festival Euroclassic, neben Lotto Rheinland-Pfalz und der Sparkasse Südwestpfalz.

Der Vorverkauf ist für einige Konzerte ab sofort möglich. Sowohl in den Vorverkaufsstellen der beteiligten Gebietskörperschaften oder online unter ticket-regional.de.

Stefanie Heinzmann Kommt mit dem MIKIs Takeover! Ensemble nach Zweibrücken.

Stefanie Heinzmann Kommt mit dem MIKIs Takeover! Ensemble nach Zweibrücken.

Foto: Burggraf Amouzou

Das gedruckte, zweisprachige Programmheft erscheint im Juni.

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