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Defizit: Festhalle weiter in den Miesen

Defizit : Festhalle weiter in den Miesen

Hauptausschuss tagt morgen zu dem defizitären Musentempel und der geplanten Videoüberwachung auf dem Exerzierplatz.

(eck) Die Festhalle hat auch im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben. Das geht aus den Sitzungsunterlagen für den Hauptausschuss der Stadt Zweibrücken hervor, der morgen ab 17 Uhr im Rathaus tagt. Laut den Unterlagen geht die Stadtverwaltung von einem Jahresverlust in Höhe von rund 762 000 Euro aus. Die Abschreibungen auf das Gebäude betragen 434 000 Euro, das bedeutet, dass der laufende Betrieb der Kultureinrichtung 2016 für Miese in Höhe von 328 000 Euro sorgte. (2015 betrug der Jahresverlust 583 000 Euro; hier schlug sich ein Sondereffekt nieder, nämlich ein Umsatzsteuer-Guthaben aus einer Betriebsprüfung in Höhe von 153 000 Euro).

Im vergangenen Jahr fanden laut Sitzungsunterlagen 98 Veranstaltungen in dem Musentempel an der Saarlandstraße statt, 2015 waren es 95; von diesen 98 Kulturerminen waren 34 städtische Veranstaltungen (2015: 35).

Für das Jahr 2017 bestünden bereits für 90 Veranstaltungen Verträge beziehungsweise Vorverhandlungen, heißt es. Dennoch sind die wirtschaftlichen Aussichten für das aktuelle Jahr ähnlich trübe: Laut Sitzungsunterlagen ist mit einem Verlust in ähnlicher Höhe wie in den Vorjahren zu rechnen, 2017 soll das negative Ergebnis bei voraussichtlich 765 000 Euro liegen.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der morgigen Sitzung des Hauptausschusses wird das Thema Videoüberwachung auf dem Exe sein (wir berichteten mehrfach). Auf Antrag der SPD soll geprüft werden, welche Maßnahmen dabei helfen können, zu verhindern, dass es auf dem „Stadt am Wasser“-Gelände auf dem Exe künftig zu solchem Vandalismus kommt, wie er in den vergangenen Monaten zu beklagen war. Zu diesen Maßnahmen, die geprüft werden sollen, zählt auch die Installierung von Videoanlagen. Der Landesdatenschutzbeauftragte hat bereits signalisiert, dass er keine Einwände gegen eine solche Überwachung geltend machen würde, weil die Kameras nur zur Abend- und Nachtzeit eingeschaltet werden sollen.

Weitere Punkte sind die Gestaltung der „Neuen Mitte Breitwiesen“ im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt“ sowie die Neufassung der Hundesteuersatzung der Stadt Zweibrücken.