1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Feldweg löst Diskussion im Wattweiler Rat aus

Feldweg löst Diskussion im Wattweiler Rat aus

Für einigen Unmut sorgt das neue Islandpferdezentrum in Wattweiler. Der Feldweg dorthin musste durch die häufige Befahrung bereits ausgebessert werden. Es ist unklar, wer die Kosten dafür übernimmt.

Ein kleiner Feldweg ist Auslöser für die größte Diskussion am Dienstagabend im Ortsbeirat Wattweiler gewesen. Der Weg, auch Römerstraße genannt, weist große Schäden auf von den Baufahrzeugen, die zum Buchenwaldhof und zurückfuhren, um dort an dem vorigen November eröffneten neuen Islandpferdezentrum zu bauen, das vom Ernstweiler Hof umzog.

Laut Ortsvorsteher Reinhard Kunze (CDU ) wurde der Weg erst im Februar von der Feld-Wege-Kommission zusammen mit Steffen Mannschatz vom Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken (UBZ) begutachtet. Die Qualität des Weges wurde für in Ordnung erachtet, die Mängel nicht als solche anerkannt. Trotzdem seien die tiefen Rillen, die von den Lkw-Reifen verursacht worden waren, vom UBZ ausgeglichen worden. Die Frage, wer die Kosten dafür trägt, konnte bei der Sitzung nicht geklärt werden. Auch nicht, wer den UBZ beauftragt hatte. Ebenso blieben die Fragen offen, wer nun für die Schäden aufkommen soll, wem dieser Weg überhaupt gehört und wer letztlich dafür zuständig ist.

Im Laufe der Diskussion kritisierten Ortsbeiratsmitglieder auch, dass auf diesem Feldweg viele Fahrzeuge unterwegs sind. Laut Ausschilderung ist er aber für Fahrzeuge jeder Art gesperrt, lediglich land- und forstwirtschaftlicher Verkehr ist frei. Die Besucher des Pferdehofs würden statt der Straße durch Wattweiler meist die Abkürzung über die Römerstraße nehmen. Der Ortsbeirat hatte dazu schon Einwand an das Ordnungsamt erhoben. Von dort sei der Vorschlag gekommen, die Bürger sollten selbst einen Ordnungsdienst aufstellen, weil die Stadt dafür keine Kapazitäten habe. Es würde auch jedes Fahrzeug, das gemeldet würde, zur Anzeige angebracht.

Insgesamt hörte man aus der hitzigen Debatte einigen Unmut über den Pferdehof heraus. Anfangs sei wohl die Rede von einem reinen Zuchtbetrieb gewesen. Lediglich zweimal pro Jahr sollte eine Auktion stattfinden. Mittlerweile herrscht im Ortsbeirat die Befürchtung, dass der Hof ein beliebtes Ausflugsziel werden könnte. Es gibt Unterstellmöglichkeiten für die Pferde zu mieten und Reitunterricht, jetzt sei sogar die Rede von einer Gaststätte.

Anschließend wurde über die Verwendung des Vorortbudgets diskutiert. Hier sind die Wattweiler direkt gefragt. "Die Bürger sollen uns unsere Projekte, die sie für dieses Jahr geplant haben, vorstellen. Wir unterstützen dann, was wir können", so der Ortsvorsteher. "Diese Gelder müssen nämlich projektgebunden ausgegeben werden."

Ein weiteres Thema der Ortsbeiratssitzung war die Reparatur der Straße "An den Pfaffenäckern". Das Gremium kam schnell überein, dass die Schäden noch nicht so groß seien, dass die Straße komplett erneuert werden müsse. Eine Reparatur würde reichen, diese Kosten würde die Stadt tragen.

Danach ging es noch um einen Hotspot in Wattweiler . Diese Idee wurde vom Ortsrat bei der Stadt angefragt. Sie ist jedoch nicht umsetzbar. Eventuell soll es einen Funkmast geben, um die Mobilfunkversorgung im Ort zu verbessern. Der Bescheid darüber wird bis Mitte des Jahres erwartet.