Feinfühliger Blick auf die Welt

Mit dem 1956 in Pirmasens geborenen und heute in Landau lebenden Xaver Mayer präsentiert der Förderkreis Park-Galerie in seiner aktuellen Ausstellung im Mannlichhaus einen der zur Zeit wohl populärsten Künstler der Pfalz.

"Xaver Mayers Arbeitsschwerpunkte sind Zeichnung, Radierung, Malerei und Illustration", erklärt Heinrich Ritterhofer vom Förderkreis Park-Galerie im Gespräch mit dem Merkur. Entsprechend vielseitig ist die stilistische Bandbreite der in Zweibrücken gezeigten und vom Künstler persönlich ausgewählten Arbeiten, die indes alle unverkennbar dessen Handschrift tragen. Dabei ähneln die insgesamt 57 Grafiken und das ihnen zur Seite gestellte Gemälde "Heimweg" kleinen Mikrokosmen, in denen sich ein von scharfem Blick, kluger Emphatie und feinsinnigem Humor geprägtes Verständnis der Welt offenbart.

Es lohnt sich, all die kleinen Details in diesen Arbeiten zu entdecken und damit in Xaver Mayers poetisch-leichte, mitunter liebevoll-spöttische Bildwelten einzutauchen. Während er in einigen Werken kuriose - da im besten Sinne überzeichnete -, aber keineswegs befremdliche Momentaufnahmen des menschlichen Daseins liefert, bestechen seine Landschaftsimpressionen wiederum durch ihr Wechselspiel aus harmonisch gesetzten Farbflächen, Strukturen und Schichten. Nicht minder bemerkenswert sind zudem die während der letzten Jahre entstandenen, nun ebenfalls im Mannlichhaus gezeigten "literarischen Bilder", in denen er Texte ganz unterschiedlicher Autoren in kongeniale Illustrationen überträgt und beide gleichberechtigt nebeneinanderstellt. Wie in all seinen Bildschöpfungen sind es auch hier die detailreiche Präzision der Radierungen, die ausgefeilte Technik sowie die Mischung aus feinem Witz und visueller Eleganz, mit denen Xaver Mayer die Betrachter fasziniert - und immer wieder aufs Neue überrascht. "Seine Motive", so Ausstellungskurator Egon Kirmse, "erinnern an das Hier und Jetzt", wobei sich nach seinen Worten hinter einer scheinbaren Harmlosigkeit stets skurrile Geschichten, Situationskomik, Gesellschaftskritik, Seelenheil, Träume oder einfach "nur" die Banalität alltäglicher Rituale verbergen.

Die Ausstellung ist bis einschließlich 19. Juli jeweils mittwochs bis sonntags von 15 bis 18 Uhr im Erdgeschoss des Mannlichhauses, Herzogstraße 8, zu sehen. Der Eintritt ist frei.