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Feierlichkeiten zum großen Jubiläumsjahr

Feierlichkeiten zum großen Jubiläumsjahr

"Wir wollen die Menschen in Zweibrücken und darüber hinaus daran erinnern, welche enorme Bedeutung unser Pfälzisches Oberlandesgericht für unsere Demokratie und die Gerichtsbarkeit in ganz Deutschland hatte", betont der Präsident des OLG, Willi Kestel.

Deshalb sei von Anfang an klar gewesen, dass neben einem offiziellen Festakt mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der Präsidentin des Bundesgerichtshofs, Bettina Limperg, am 18. September die Feierlichkeiten vor allem bürgernah gestaltet sein sollen, ergänzt Robert Schelp. Der Vizepräsident des Landgerichts Landau ist zuständig für das Jubiläum 200 Jahre OLG. Er verrät: "Wir planen ein großes Bürgerfest mit Tag der offenen Tür im Schloss, eine Rosentaufe, ein Theaterstück und eine große Ausstellung inklusive Begleitbuch."

Die Rosentaufe auf den französischen Namen "Libertas - Freiheit" verbinde eindrucksvoll die Rosenstadt mit der bedeutenden Historie des OLG. Zu den Führungen durch das Schlossgebäude werde auch der Schlossgarten an diesem 19. September für die Besucher geöffnet. Das Theaterstück, das mit dem "Assisen-Prozess" von dem Herzstück der 200-jährigen OLG-Geschichte handelt, schreiben die Zweibrücker Autoren, Wolfgang Ohler und Michael Dillinger. Für die Inszenierung konnte die Zweibrücker Regisseurin und Schauspielerin Silvia Bervingas gewonnen werden.

Die Konzeption der Ausstellung liegt in den bewährten Händen von Museumsleiterin Charlotte Glück-Christmann. Eine freudvolle Aufgabe, für die sich die Historikerin besonders begeistert. Neben der Stadt Zweibrücken und dem OLG beteiligt sich auch die Siebenpfeiffer-Stiftung Homburg an den rund 40 000 Euro, die die Ausstellung kosten wird. Geeignete Exponate zu finden, die die Ausstellung über Schriftstücke hinaus beleben und interessant für ein breites Publikum machen, sei eine besondere Herausforderung, sagt Glück-Christmann über die laufende Konzeption. Mit rund 35 mobilen Infotafeln, die durch 200 Jahre OLG-Geschichte führen, wird die Ausstellung nach der Präsentation in Zweibrücken auf Wanderschaft gehen und etwa im Mainzer Landtag, an den übrigen Gerichtsstandorten oder in der Landesvertretung in Berlin zu sehen sein, plant Schelp. Die Vernissage als Eröffnung der Feierlichkeiten ist für Mittwoch, 16. September, geplant. Bis dahin wird auch das Begleitbuch mit seinen 25 Kapiteln fertig sein. "Es ist nachhaltiger als ein Begleitkatalog", erklärt Glück-Christmann, und damit über das Jubiläum hinaus interessant.