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Fastenkurs mit Elementen der Kneippschen Lehre

Kneippverein Zweibrücken : Sich durch Fasten jünger und schöner fühlen

Ausführlich informierte Sigrid Conrad beim Kneippverein über die Vorteile, Vorgehensweise und Wirksamkeit beim Fasten. Für Einsteiger bietet der Kneippverein in der Gruppe einen begleiteten, modifzierten Fastenkurs mit Elementen der Kneippschen Lehre an.

Gesundheit beginnt im Darm. Und dieser spielt auch im Rahmen einer Fastenkur für Gesunde eine bedeutende Rolle. Welche genau und noch viel mehr Wissenswertes erfuhren die zehn Teilnehmenden bei dem Vortrag von Sigrid Conrad auf Einladung des Kneippvereins Zweibrücken.

Zu jedem Buchstaben des Alphabets informierte die lizensierte Fastenleiterin für Gesunde, ausgebildet an der Sebastian-Kneipp-Akademie, über Begriffe, Vorgehens- und Wirkungsweisen rund um das Thema Fasten. Der Zusatz „für Gesunde“ unterscheidet es deutlich vom Heilfasten, das bereits der berühmte griechische Arzt Hippokrates vor weit mehr als 2000 Jahren als ältestes Heilmittel entdeckte und empfahl.

Doch auch für Gesunde hat das Fasten – der für eine begrenzte Zeit freiwillige Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel – eine heilsame Wirkung. Gewichtsreduktion, Rückbildung der in unserer Konsumgesellschaft weit verbreiteten Fettleber, Entschlackung und Entgiftung, Verbesserung der Blutfettwerte oder eine regelrechte Verjüngung sind wichtige Aspekte, die nicht nur zu mehr Beweglichkeit und Fitness, sondern auch zu größerem Wohlbefinden führen.

„Fasten macht glücklich. Und fasten macht süchtig“, brachte die Zweibrückerin ihre persönlichen Erfahrungen aus Jahrzehnte langer Fastenpraxis auf den Punkt. Die von ihr durchgeführte Fastenkur nach Otto Buchinger beginnt je nach Fastenerfahrung  mit einem oder mehreren Entlastungstagen, gefolgt von einigen Fastentagen und beendet durch einen behutsamen Wiederaufbau des Körpers mit fester Nahrung. Ab dem dritten Tag sei man auch in der Fastenzeit arbeits- und konzentrationsfähig, in Stresssituationen eher gelassener. Durch die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin dabei fühle man sich wohl. Im Darm sitzen 40 psychoaktive Wirkstoffe, die für unser Gefühlsleben verantwortlich sind. „Sobald der Darm entleert ist, hat man keinen Hunger“, weiß Sigrid Conrad. So ist eine gründliche Darmentleerung mit einem Spezialsalz zu Beginn sowie an jedem zweiten Fastentag wichtig, um die Darmtätigkeit in Schwung zu halten, damit dieser schädliche Altlasten ausscheiden kann.

Ideal in der Fastenzeit sei ein Leberwickel in der Mittagszeit, um die Schwerstarbeit des Organs bei seinem Regenrationsprozess zu erleichtern. Um die Psyche zu unterstützen, empfiehlt sich viel Bewegung an der frischen Luft, etwa mit einem Spaziergang durch den Rosengarten. Am Ende löste die Referentin auch ihre Einstiegsfrage auf, wer wohl in dem von Rosen umrankten Fasten-Haus wohne: Es ist Dornröschen, das während seines 100-jährigen Schlafes ja fastet, um dann in seiner erblühten Schönheit vom Prinz geheiratet wird. Dagmar Böhme fand die Informationen sehr interessant.

Eine Fastenwoche in der Gruppe und unter kompetenter Anleitung zu erleben, stellt sich die Einsteigerin deutlich einfacher vor.