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Falschparker und Falschfahrer durch Buchklamm nerven Wattweiler Bürger

Ortsvorsteher droht mit Ordnungsamt : Falschparker und Falschfahrer nerven Bürger in Wattweiler

Ortsvorsteher: Passanten müssen wegen wilden Parkern teils auf Straße ausweichen. Unmut gibt es zudem über illegale Abkürzung durch Buchklamm.

Falschparker und Falschfahrer haben den Wattweiler Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. „Ein lästiges Thema“ leitete Ortsvorsteher Thomas Körner (FWG) ein und bemerkte: „Ich will zwar nicht sagen, dass in Wattweiler geparkt wird wie im Wilden Westen – aber teilweise geschieht das doch ohne Rücksicht auf Straßenverkehr und Passanten.“

Es wurde deutlich, dass sich so manches Ortsbeiratsmitglied an dem Verhalten von Parksündern stößt. Dabei sind die Wünsche wahrlich nicht überkandidelt. „Man könnte doch wenigstens die Fußwege frei lassen. Und nicht in Kurven parken“, wandte sich Körner an notorische Falschparker.

Nicht nur das: Unterhalb der Mauritiusschule gebe es eine schraffierte Fläche. Die werde von manchen schlicht und ergreifend als ideale Fläche zum Abstellen des eigenen Vehikels genutzt.

Am Kelterhäuschen werde in den Monaten, in denen gekeltert werde, als September bis November, oft falsch geparkt, Abholer stellten ihren Wagen davor ab und behinderten Busse, die dort entlang müssten.

Das Falschparken werde irgendwann noch zu einem ernsteren Unfall führen, fürchtet der Ortsbeirat. In den vergangenen Jahren habe es in Wattweiler Zuzüge von Familien mit Nachwuchs gegeben, Mütter  müssten teilweise beim Spazierengehen mit dem Kinderwagen auf die Straße ausweichen, weil Bürgersteige zugeparkt seien.

Ein Unding für Körner. Er wolle „nicht gleich mit der Keule drohen“. Aber wenn sich das Verhalten einiger Bürger nicht bessere, sei es unumgänglich, das Ordnungsamt zu bitten, in Wattweiler Kontrollen vorzunehmen. „Dann gibt’s Knöllchen“, machte er klar.

Ein Dorn im Auge ist dem Ortsbeirat auch das Nutzen der Kirchhofstraße als illegale Abkürzung. Die „Buchklamm“, wie die Wattweiler die Straße nennen, sei im Zuge der Arbeiten am Nagelwerk-Kreisel als Abkürzung entdeckt worden. Nun, nach Aufhebung der Sperrung, würden nicht wenige die Buchklamm weiterhin als Abkürzung nutzen. Dabei handele es sich um eine Anliegerstraße, anderer Verkehr habe dort nichts zu suchen.

Der Ortsbeirat wundert sich über das Verhalten der Falschfahrer. Schließlich spare man nur wenige Minuten, wenn man diese Abkürzung nehme. Und: Es sei nicht ungefährlich, am Mauritiusring gebe es beispielsweise eine 90-Grad-Kurve. „Gerade erst vor 14 Tagen hat es einen Unfall gegeben. Zum Glück nur mit Blechschaden“, sagte Körner.

Leider seien manche Bürger äußerst uneinsichtig. Körner. „Ich habe schon Autofahrer auf das Fehlverhalten angesprochen. Was ich mir daraufhin anhören musste, das war unter aller Kanone.“