1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Konzert der Fallschirmjäger: Fallschirmjäger begeistern mit Konzert

Konzert der Fallschirmjäger : Fallschirmjäger begeistern mit Konzert

Gestern Abend: 400 Zuhörer erfreuen sich an großartigem Auftritt in der Alexanderskirche.

400 Konzertbesucher sangen gestern Abend in der Alexanderskirche gemeinsam die Nationalhymne. Zuvor hatten sie mit einem lang anhaltenden Applaus für einen großartigen musikalischen wie gesanglichen Konzertabend gedankt, zu dem das Fallschirmjägerregiment 26 in das Gotteshaus Alexanderskirche eingeladen hatte. Die musikalische Gestaltung hatte, wie in den Jahren zuvor, beim Reservistenmusikzug des Saarlandes gelegen, der diesmal mit dem Projektchor 03 aus Althornbach einen vielstimmigen Partner zur Seite hatte. 

 Länger als ein Jahrzehnt schon sind die Zweibrücker Fallschirmjäger Gastgeber dieser Konzertreihe, der stellvertretende Regimentskommandeur Frank Restau erinnerte für den im Auslandseinsatz weilenden Regimentskommandeur Oberst Andreas Steinhaus daran, dass dieses Adventskonzert schon eine lange Tradition für alle hat. Posaunisten, Trompeter, Klarinettisten, Saxophonisten, Bass- und Waldhornspieler wie Schlagzeuger interpretierten erneut nicht schmissige Marschmusik, nein, zusammen mit der Sängerschar aus Althornbach gelang es, einen ganz besonderen Konzertabend mit vielen Nuancen zu kreieren, der alle begeisterte. So zogen die mitunter bombastischen, das Gotteshaus bis hinauf zur Empore und Chorkuppel füllenden Bläserklänge alle Besucher in ihren Bann. Unter ihrer Leiterin Claudia Wälder-Jene brillierten die Musiker.  

Der wieder einmal gekonnt durchs Programm führende Roland Quirin tat das Seinige zu dem Erfolg hinzu. Mit „Joy to the World“ leitete das Blasorchester des rundum gelungenen Konzertabends die Betragsfolgen ein. Das „Jesus bleibt mein Frieden“ von Johann Sebastian Bach war kurzfristig noch ergänzend aufgenommen und großartig vom Ensemble interpretiert worden.

Ihre musikalische Bandbreite demonstrierten die Bläser beeindruckend mit dem von Hermann Kahlenbach, einem Saarländer, komponierten „Choral and Beat for Band“, Ehe der Chor unter der Leitung von Julia Neumann die großartige Akustik des Gotteshauses für seine Beiträge auszunutzen wusste, ehe zusammen mit dem Orchester beim bekannten Lied „The Rose“ einen ersten Höhepunkt zu verzeichnen hatte.

Ergreifend das „Evening Hymn und Cavalry last post“ mit Trompeter Erich Gingrich, der selbst einmal auf dem Dirigentenpult stand. Dieser Beitrag erfüllte sein Gedenken an die Toten der Brigade voll und ganz. 

Berauschend auch der zweite Konzertteil nach einer ausgiebigen Pause mit dem „Music from Carmina Burana“ das seinen Urheber Carl Orff auch ohne Programm verriet.

Mit dem humorvollen „Rudolf dem Rentier“ und einem bunten Melodienstrauß an Weihnachtsliedern wurde  ein großartiger Schlusspunkt gesetzt.