Fahrradtag in Zweibrücken Radfahren – eine beglückende Angelegenheit

Zweibrücken · Zum neunten Mal fand am Sonntag der Zweibrücker „fahrRadTag mit CitySkating“ statt.

 Der Rote-Ritter-Parcours vermittelte spielerisch die Regeln im Straßenverkehr.

Der Rote-Ritter-Parcours vermittelte spielerisch die Regeln im Straßenverkehr.

Foto: Elisabeth Heil

Ja, es stimmt, das Glück sitzt wirklich auf zwei Rädern! Bereits nach einer halben Stunde Fahrradfahren setzt der Körper einen Mix aus Botenstoffen frei, der einen mit einem Gefühl von Freude und Zufriedenheit erfüllt. Das Glückshormon Serotonin und das Belohnungshormon Dopamin sind echte Wunderstoffe. Mit Sport sind wir also unseres eigenen Glückes Schmied.

Das gilt natürlich auch für andere Sportarten, aber das Radfahren ist sicher eine der Vielseitigsten. In jeder Form und bis ins hohe Alter ist vieles möglich und dank der E-Bikes hat sich der Kreis der Radfahrenden noch einmal vergrößert.

Auch die Stadt Zweibrücken würdigt das Radfahren und veranstaltet meist im Mai oder Juni ihren „fahrRadTag mit CitySkating“. Am Sonntag war es wieder soweit und das Angebot rund ums Fahrradfahren und Skaten wie immer sehr vielfältig. Familie Carbon aus Mörsbach zum Beispiel absolvierte die 23 Kilometer lange Hobbyrunde durch die Biosphäre Bliesgau. Gut gelaunt trafen sie gegen 12.30 Uhr wieder auf dem Herzoglatz ein, das Radshuttle, das auf Wunsch Räder und Radler zur „Großen Höhe“ zwischen Wattweiler und Webenheim brachte, hatten sie gar nicht erst gebraucht.

Auf die neun Buchstaben an der Radstrecke hatten sie selbstverständlich geachtet und daraus das Lösungswort „Drahtesel“ ermittelt. Zur Belohnung durften sich Eltern und Kinder am Stand des Zweibrücker Kultur- und Verkehrsamts kleine Preise aussuchen. Hier gab es übrigens auch die Möglichkeit, an einem Gewinnspiel teilzunehmen und sich über anstehende Veranstaltungen zu informieren – zum Beispiel über eine Stadtführung auf dem Fahrrad, die auf zwölf Kilometern Länge mit Radführer Frank Decker Historie und Natur verbindet – das nächste Mal am 23. Juni, 14 Uhr, und am 2. August, 18 Uhr.

Sportlich ambitionierte Radler wagten sich auf die 42 Kilometer lange Sportlerrunde, die ebenfalls auf dem Herzogplatz startete. Doch auch hier war einiges geboten. Viele nutzten am Stand der Verkehrswacht die Gelegenheit, ihr E-Bike codieren zu lassen. „Mit einer Codierung wird das Rad für professionelle Diebe uninteressant“, weiß der Verkehrssicherheitsexperte Andreas Fremgen und erläuterte: „Die Polizei kann ein codiertes Rad ohne Probleme seinem richtigen Eigentümer zuordnen. Die Diebe wissen das, weshalb sie von codierten Rädern meist die Finger lassen.“ Wer noch kein E-Bike hat, war an der E-Bike-Teststation von Radsport Sieber genau richtig.

Als Renner für die kleinen Radfahrer entpuppte sich das Rote Ritter Mobil mit seinen vielen bunten Fahrgeräten und Spielzeugen. Martin Morche, der in der Region in Sachen Verkehrssicherheit und Weiterbildung unterwegs ist, hatte dafür einen kleinen Fahrparcours aufgebaut mit Verkehrsschildern und einer Ampel, um die Kinder spielerisch an die Verkehrsregeln heranzuführen.

Von Anfang an dabei beim „fahrRadTag mit CitySkating“ ist Caros Inline Academy. Die Homburgerin Carola Becker und ihr Team hatten dieses Mal neben Inlineskates erstmals auch Scooter, Longboards und Waveboards zum Ausleihen für den Skaterparcours dabei. Höhepunkt war die einstündige Skatefahrt zu fetziger Musik und mit Polizeieskorte durch die Zweibrücker City, der sich etwa 40 Inlineskater anschlossen. „Nächste Woche Samstag, 22. Juni, sind wir übrigens in der eisfreien Zweibrücker Eishalle beim Knax-Jubiläum dabei. Los geht es um 11 Uhr. Wer Lust hat, wir würden uns freuen“, sagt Caro Becker.