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Evangelisches Krankenhaus Zweibrücken: Corona-Sation getrennt von MVZ

Reaktivierung des Evangelischen Krankenhauses Zweibrücken während Corona-Krise : Coronapatienten sollen andere Nutzer des Ex-EvK nicht gefährden

Stadtspitze und Ärzte vereinbaren: Im früheren Evangelischen Krankenhaus werden Medizinisches Versorgungszentrum und Corona-Station klar getrennt.

Am Mittwochnachmittag fand ein Treffen zwischen Oberbürgermeister Marold Wosnitza, der Beigeordneten Christina Rauch, Christoph Gensch vom Zweibrücker Ärztenetz und Hans Prager, dem Abteilungsleiter Sozialer Service DRK mit dem Radiologischen Diagnostiker Franz Walter und dem Allgemeinchirurgen Peter Djalali statt, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Beide Ärzte bieten ambulante Leistungen im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) im ehemaligen Evangelischen Krankenhaus (EvK) in der Oberen Himmelsbergstraße an. Die Gesprächspartner berieten über den aktuellen Sachstand und die vorsorgliche Planung einer zweifachen Nutzung des Krankenhausgebäudes, falls dies notwendig werden sollte. Die sensible Lage und die notwendige Trennung des MVZ vom Bereich der Coronapatienten standen bei den Beratungen im Mittelpunkt.

Während der Begehung des Krankenhauses wurde die klare räumliche Abgrenzung im Gebäude im Detail festgelegt. Die ambulanten Patienten werden wie bisher über den Haupteingang des Krankenhauses zu den Abteilungen ihrer Fachärzte gelangen. Von diesem Eingang aus wird man bei einer möglichen Reaktivierung des Krankenhauses nicht in den sensiblen Bereich der Corona-Patienten gelangen.

Die Corona-Test-Station ist am Mittwoch vom Nardini-Klinikum auf den Parkplatz des ehemaligen Evangelischen Krankenhauses umgezogen (wir berichteten). Der Standort Obere Himmelsbergstraße bietet nun die Möglichkeit, in kürzerer Zeit mehr Patienten unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen zu behandeln.

Sollte das ehemalige Evangelische Krankenhaus reaktiviert werden, würden die Corona-Patienten über den Eingang auf der Seite des Parkplatzes in das Krankenhausgebäude gelangen. „Demnach würde zu keiner Zeit der Praxisbetrieb des Medizinischen Versorgungszentrums beeinträchtigt werden“, schreibt die Stadt.

Die Gesprächspartner sicherten zu, weiterhin im intensiven Austausch über die aktuellen Entwicklungen zu bleiben.

Am Ende des Gespräches spendete Peter Djalali aufgrund des erhöhten Bedarfs an Schutzkleidung und der bekannten Lieferengpässe 50 Schutzanzüge für das Zweibrücker Corona-Test-Zentrum.

Am Donnerstag lagen dem (auch für Zweibrücken zuständigen) Gesundheitsamt Südwestpfalz acht neue positive Testergebnisse auf das Coronavirus Covid-19 von Personen vor, von denen zuvor in einem Corona-Testzentrum ein Abstrich genommen wurde. Insgesamt wurden bis heute 47 Fälle im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts Südwestpfalz positiv auf Covid-19 getestet und an das Landesuntersuchungsamt übermittelt.

Diese 47 bestätigten Fälle verteilen sich auf Pirmasens (12/1 davon neu), Zweibrücken (5/1), die Verbandsgemeinde Dahn (5), Verbandsgemeinde Hauenstein (1), die Verbandsgemeinde Pirmasens-Land (2/1), die Verbandsgemeinde Rodalben (1) die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben (11/3), Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben (3/1) und die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land (7/1). Die ermittelbaren Kontaktpersonen werden über die Infektion informiert, teilt die Kreisverwaltung mit.