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„Es gibt keine schwierigen Schüler“

„Es gibt keine schwierigen Schüler“

Seit gestern ist der bisherige Schulleiter der BBS Zweibrücken, Walter Rimbrecht, offiziell im Ruhestand. Bei einer Feierstunde erhielt er eine entsprechende Urkunde – dazu gab's viele warme Worte.

Mit einer Feierstunde ist Walter Rimbrecht, seit 2002 Schulleiter der Berufsbildenden Schule Zweibrücken , gestern Abend in der Ignaz-Roth-Halle in den Ruhestand verabschiedet worden. Eine ganze Reihe Redner aus Politik, Schule und Weggefährten entließen den scheidenden Direktor nicht ohne entsprechende Würdigung in sein neues Leben.

Die offizielle Ruhestandsurkunde mit den Wünschen der Ministerpräsidentin wurde von Peter Kurzweil von der ADD übergeben. Er sprach von einer beachtlichen Leistung, die Rimbrecht seit seinem Amtsantritt an der Schule vollbracht habe. Nahezu jährlich seien Innovationen und Fortschritte auf den Weg gebracht worden. Er habe, wenn es um seine Sache ging, viele Kämpfe gefochten und letztlich jedes Mal gewonnen. Die Agentur für Qualitätssicherung bescheinige der Schule nur Stärken. Als wahrer Tausendsassa sei er neben seinem Amt auch noch in der Politik, als Musiker und in Vereinen und Vorständen tätig. Sogar den Ritterschlag als "Herzogsnarr" habe er erhalten.

Oberbürgermeister Kurt Pirmann begrüßte zuerst die Gattin des Schulleiters, da er ja künftig in die zweite Reihe rücken würde. Die Berufsschule habe seit der OB selbst noch mit dem Rechenschieber zu Gange war eine riesige Veränderung erlebt. Inzwischen sei sie fast wie ein mittelständisches Unternehmen zu führen. Rimbrecht sei vor allem durch seine Hilfestellung für die jungen Menschen aufgefallen. Er habe nicht nur gefordert, sondern vor allem gefördert. Alle hätten Respekt vor dem Menschen Rimbrecht, der immer vernünftig geblieben sei und dem Pirmann auch für die Zukunft Vernunft wünschte.

Sein Weggefährte und Schulleiter der BBS Pirmasens, Jörg Altpeter, lernte in der gemeinsamen Zeit die Qualitäten Rimbrechts kennen: "Es gibt keine schwierigen Schüler ", so sein Motto. Eine Schulkultur ohne Verlierer sei immer sein Ziel gewesen. Die Schulleiterin des Helmholtz-Gymnasiums, Kerstin Kiehm, dankte dem Ruheständler für seine Offenheit und die wertvollen, aber auch kritischen Impulse bei Schulleiterkonferenzen. Auch Schüler , Elternsprecher und Personalrat bedankten sich für die besondere Zeit.