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Ertel: VHS-Fusion spart kein Geld

Ertel: VHS-Fusion spart kein Geld

Zweibrücken. Der Leiter der Zweibrücker Volkshochschule, Helmut Ertel, hält nichts von einer Fusion der Zweibrücker Einrichtung mit der Kreisvolkshochschule (KVHS) Südwestpfalz. Bereits im Herbst hatte Ertel seine Position in einem Merkur-Redaktionsgespräch und in städtischen Gremien vertreten

Zweibrücken. Der Leiter der Zweibrücker Volkshochschule, Helmut Ertel, hält nichts von einer Fusion der Zweibrücker Einrichtung mit der Kreisvolkshochschule (KVHS) Südwestpfalz. Bereits im Herbst hatte Ertel seine Position in einem Merkur-Redaktionsgespräch und in städtischen Gremien vertreten. Auf den Vorschlag von Oberbürgermeister Helmut Reichling dieser Tage, dass die Volkshochschule im Stadt und im Kreis fusionieren könnten (wir berichteten) reagiert Ertel nun im Gespräch mit unserer Zeitung."Es macht wirtschaftlich keinen Sinn", findet Ertel. Durch die Fusion werde nichts gespart. Denn bei mehr als 4000 Stunden im Bereich der Weiterbildung müsse die Stadt eine hauptamtliche pädagogische Fachkraft für Weiterbildung einstellen. Diese Position hat Ertel neben seiner Funktion als Leiter der VHS inne. Im vergangenen Jahr waren es bei der VHS Zweibrücken 6300 Stunden im Bereich Weiterbildung. Zudem habe sich es in der Praxis erwiesen, dass die Zweibrücker VHS-Kursteilnehmer das Angebot der Kreisvolkshochschule nicht nutzen. Ertel: "Die Teilnehmer der Kurse akzeptieren das einfach nicht. Die gehen nicht nach Pirmasens oder Rodalben." Ertel weist zudem auf die unterschiedliche Organisationsform hin. So ist die VHS eine städtische Einrichtung, die KVHS wird von einem Verein getragen und vom Landkreis Südwestpfalz unterstützt.

Bereits vor einigen Jahren war ein Zusammenschluss der beiden Volksbildungseinrichtungen ein Thema. Landrat Hans Jörg Duppré lud zu einer Zusammenarbeit ein. Als erstes Zeichen wurde zu Beginn des Jahres 2009 ein gemeinsamer Programmkatalog vorgelegt. Für den Zweibrücker Beigeordneten Rolf Franzen war das der Beginn der Zusammenarbeit, an dem am Ende ein Zusammenschluss stehen könnte.

Doch im Dezember beschloss der Stadtrat, das gemeinsame Programm zu kappen. Stattdessen bringt Zweibrücken ab 2012 wieder ein eigenes Programm heraus mit Hinweisen auf besondere Angebote der KVHS. Franzen wies aber zurück, dass mit dem Ausstieg aus dem gemeinsamen Programm die Kooperation beendet sei.