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Erster großer Mieter für Weiße Kaserne

Erster großer Mieter für Weiße Kaserne

Zweibrücken. Einen wichtigen Etappensieg kann der Pirmasenser Bernd Hummel für sein Mammutprojekt Weiße Kaserne verbuchen: Ein Ingenieurbüro aus Bexbach hat dieser Tage einen Mietvertrag für die Alte Kommandantur unterzeichnet. Bei der Alten Kommandantur handelt es sich um das erste von Hummel fertiggestellte Gebäude auf dem Areal der Weißen Kaserne (siehe "Stichwort")

Zweibrücken. Einen wichtigen Etappensieg kann der Pirmasenser Bernd Hummel für sein Mammutprojekt Weiße Kaserne verbuchen: Ein Ingenieurbüro aus Bexbach hat dieser Tage einen Mietvertrag für die Alte Kommandantur unterzeichnet. Bei der Alten Kommandantur handelt es sich um das erste von Hummel fertiggestellte Gebäude auf dem Areal der Weißen Kaserne (siehe "Stichwort"). Gabriele Hummel, die Gattin Bernd Hummels, zeichnet für das Projekt Weiße Kaserne verantwortlich und berichtet im Gespräch mit dem Merkur: "Bei dem Mieter handelt es sich um das Ingenieurbüro Michael Burkhard aus Bexbach. Der Vertrag wurde für das erste und zweite Obergeschoss abgeschlossen, insgesamt sind das rund 520 Quadratmeter." Das Ingenieurbüro erklärte auf Merkur-Anfrage, dass man mit seinen rund 20 Mitarbeitern den bisherigen Standort Bexbach aufgeben werde und komplett nach Zweibrücken ziehe.Der erste offizielle Mieter in der Alten Kommandantur sei das Ingenieurbüro zwar nicht, sagte Gabriele Hummel, ein Privatmann habe bereits eine Wohneinheit in der Alten Kommandantur bezogen, aber die Bexbacher seien der erste gewichtige Mieter, der zudem mit einem Schlag das erste sanierte Gebäude zum Großteil belege. "Jetzt ist in der Alten Kommandantur nur noch eine Einheit mit 250 Quadratmetern frei." Aber weiterer Platz werde sukzessive geschaffen. Schließlich haben die Gebäude auf dem Areal eine Gesamtfläche von 17 000 Quadratmetern.

Als nächstes will Gabriele Hummel die Einfahrt an der Oselbachstraße komplett neu gestalten. Zwei alte Sandsteinposten werden von einem Steinmetz verschoben, damit Platz für eine neue Einfahrt da ist. "Diese Sandsteinposten sind ein Hingucker, es handelt sich um Elemente aus dem historischen Teil der Anlage, das kann man nicht einfach beseitigen." Die Straße, die ab dem Tor in das Areal führe, werde mit Straßenlaternen aufgewertet. Bis Jahresende soll dieser Sanierungsabschnitt abgeschlossen sein.

Dann gehe es an die ehemalige Reithalle (an der 22er-Straße gelegen). Dort gebe es Probleme nach großem Regen, weil sich dann dort Wasser sammele. Mit dem auf dem angrenzenden Gelände befindlichen Bundeswehr-Dienstleistungszentrum führe man Gespräche, wie dieses Problem gemeinschaftlich gelöst werden könne.

Ein Paukenschlag könnte demnächst in Sachen Mieter verkündet werden, hofft Hummel. Und zwar bezüglich der drei Gebäude, die entlang der Bahnvertiefung ("alte B 10") stehen. "Wir verhandeln mit einem Investor bezüglich der drei Gebäude. Wenn wir diesen Investor gewinnen können, wäre das ein großer Erfolg für das Projekt Weiße Kaserne, dann würde alles andere von selbst laufen."

Stichwort

 Der historische Eingang wird versetzt.
Der historische Eingang wird versetzt.

Die Weiße Kaserne ist die älteste ehemals militärisch genutzte Kasernenanlage im Stadtgebiet Zweibrückens; das Areal entlang der Oselbach- und 22er-Straße hat eine Fläche von 4,5 Hektar und einen Gebäudebestand mit einer Fläche von 17 000 Quadratmetern. Erster Mieter war von 1893 bis 1918 das 22. Bayerische Infanterieregiment. Nach verschiedenen Nutzungen, bedingt durch die beiden Weltkriege, war der letzte militärische Nutzer die US-Air-Force, die von 1967 bis 1994 dort ansässig war; 1994 schließlich wurde die Gebäude an die Bundesregierung zurückgegeben und an die Stadt Zweibrücken verkauft; 1997 kam es zum Abschluss des Kaufvertrages zwischen der Stadt Zweibrücken und dem Pirmasenser Investor Bernd Hummel. eck