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Ernstweiler Ortskartell will Sparkassen-Filiale im Ort erhalten

Ernstweiler Ortskartell will Sparkassen-Filiale im Ort erhalten

Mit einem offenen Brief an Sparkassenchef Rolf E. Klein will das Ortskartell Ernstweiler die Umwandlung der Sparkassenfiliale in eine Selbstbedienungs-Filiale (wir berichteten) doch noch verhindern. Viele Bürger, schreibt der Ortskartell-Vorsitzende Robert Hähn, hätten "ihren Unmut und ihr Unverständnis über dieses Vorhaben gegenüber dem Ortskartell Ernstweiler ausgesprochen".

Gerade ältere Mitbürger hätten die Befürchtung, "in einer nicht durch Personal unterstützten Geschäftsstelle ihre Bankgeschäfte nicht mehr selbständig erledigen zu können". "Insofern", so Hähn weiter, "haben wir positiv Ihre Ankündigung zur Kenntnis genommen, weniger mobilen Menschen die Serviceleistungen der Sparkasse auf Wunsch auch zu Hause anzubieten. Wir verbinden damit die Hoffnung, dass dieses Angebot umfangreich angenommen und von der Sparkasse auch ausreichend bedient werden wird."

Die Geschäftsstelle in Ernstweiler biete hervorragende Parkmöglichkeiten und liege verkehrsgünstig an der Homburger Straße. So günstig, dass viele Kunden von außerhalb sie nutzten. Dem Ortskartell sei bewusst, dass die Sparkasse sich bei der Entscheidung "maßgeblich auf betriebswirtschaftliche Erwägungen gestützt" habe. Allerdings müsse man sich fragen, "ob eine Sparkasse, die als Geldinstitut nach dem Sparkassengesetz dem Gemeinnutz verpflichtet ist und damit letztlich auch der Daseinsfürsorge dient, bei solchen Entscheidungen allein auf betriebswirtschaftliche Erwägungen abstellen darf."