Entspannung auf dem Arbeitsmarkt

Zweibrücken. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in der Südwestpfalz hat sich nach den Worten des Leiters der Pirmasenser Arbeitsagentur, Armin Schätter, "merklich entspannt". So waren im vergangenen Jahr im Durchschnitt 7200 Frauen und Männer arbeitslos. Das sind 4,7 Prozent weniger als im Jahr 2009. In Zweibrücken waren 2010 im Durchschnitt 1487 Menschen ohne Arbeit

Zweibrücken. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in der Südwestpfalz hat sich nach den Worten des Leiters der Pirmasenser Arbeitsagentur, Armin Schätter, "merklich entspannt". So waren im vergangenen Jahr im Durchschnitt 7200 Frauen und Männer arbeitslos. Das sind 4,7 Prozent weniger als im Jahr 2009.In Zweibrücken waren 2010 im Durchschnitt 1487 Menschen ohne Arbeit. 5,7 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Arbeitslosenquote lag im Durchschnitt bei 8,4 Prozent. Im Landkreis lag die Arbeitslosenquote bei 5,5 Prozent. "Die Signale deuten darauf hin, dass sich der Trend auch in diesem Jahr fortsetzt", vermutet der Agenturleiter bei der Vorstellung der Zahlen.

Dabei hat Schätter die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten als eine wichtige Kennzahl des Arbeitsmarktgeschehens im Auge. Die Beschäftigtenzahl ist bis Ende 2010 (jüngere Zahlen liegen noch nicht vor) im Gesamtbezirk angestiegen. Wobei in der Stadt Zweibrücken die Zahl der Beschäftigten zurückging. Als Grund nennt Schätter den in Zweibrücken bestimmenden Maschinenbau. Dort habe sich die Krise stärker ausgewirkt. "Ich bin aber sicher, dass die Entwicklung 2011 wieder aufwärts geht."

Auch die Bilanz der unter 25-jährigen und über 50-jährigen Arbeitslosen hat sich verbessert. Wobei der Leiter im operativen Bereich, Helmut Riffel, wünscht, dass ältere Bewerber bei Einstellungen häufiger berücksichtigt werden. Rund 30 Prozent der Arbeitslosen sind über 50.

Zumal viele Betriebe vor dem Hintergrund eines erhöhten Fachkräftemangels umdenken müssten, betont Schätter. Der Chef der Pirmasenser Arbeitsagentur sieht einen "Wandel im Arbeitsmarkt". In den vergangenen Jahrzehnten sei er geprägt gewesen von zu wenig Arbeitsplätzen. Schätter: "Perspektivisch ändert sich die Situation. Die Zahl der Arbeitnehmer, der Fachkräfte wird weniger." Darauf müssten sich die Unternehmen einstellen. Zwei Möglichkeiten sieht Schätter, um dem Facharbeitermangel zu begegnen. Zum einen mehr junge Menschen ausbilden und zum anderen die älteren Arbeitnehmer "in den Blick nehmen". Auch die Arbeitsagentur setzt in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf Qualifikation, um den Bedarf nach Fachkräften zu decken.