Entsorgungsbetrieb wehrt sich

Zweibrücken

Zweibrücken. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Entsorgungsbetriebs Zweibrücken (EBZ), Werner Boßlet (Foto: pm) ist verärgert: Grund sind Äußerungen des Baudezernenten Kurt Dettweiler und des Abteilungsleiters im Bauamt, Stefan Hell, in der Sitzung des Hauptausschusses, dass der EBZ seiner Aufgabe, die Bäume in der Rosengartenallee zu pflegen, nicht nachgekommen sei (wir berichteten).Seit 2002 kontrolliere der EBZ zwei Mal im Jahr die Bäume und entferne das so genannte Totholz, erklärte Boßlet. Diese Aufgabe gehörten zur Grünpflege, die die Stadt dem EBZ übertragen habe. "Der Kronenrückschnitt aber nicht", betonte Boßlet. Das sei eine Sondermaßnahme, die über das normale Maß der Unterhaltung hinausgehe und die 10000 Euro übersteigt, erläuterte Bürgermeister Heinz Heller. "So steht es im Vertrag. Offensichtlich kennt Herr Hell den Vertrag nicht", griff Boßlet den Leiter der Gartenbauabteilung an.Der EBZ-Vorstand ging in einem Pressegespräch noch einen Schritt weiter: "2007 haben wir das Bauamt angeschrieben und darauf hingewiesen, dass das Bauamt den im Gutachten für das Jahr 2007 vorgeschriebenen Rückschnitt in den Haushalt einstellen soll. Bis jetzt haben wir noch keine Antwort." Der EBZ schätzte die Kosten auf 180000 Euro.Boßlet betonte auch, dass der EBZ fachkundige Meister habe, die die Kronen zurückschneiden könnten. "Das geht nur nicht in einem Vierteljahr. In zwei Abschnitten könnten wir die Alleebäume zurückschneiden." Auch Bürgermeister Heller erklärte, dass der EBZ die Aufgabe machen könne. "Nur nicht in einem Rutsch." Das sei auch nicht notwendig, denn durch die regelmäßigen Kontrollen sei die Allee verkehrssicher. Nach Auffassung des Bürgermeisters sei ein neues Gutachten nicht notwendig. "Man muss nicht alle fünf Jahre ein Gutachten erstellen lassen." Und die Fachbauleitung der Kronensicherungsmaßnahme könnten die Mitarbeiter des Bauamtes übernehmen.