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Entgegen dem Trend: Steuereinnahmen in Zweibrücken abgestürzt

Entgegen dem Trend: Steuereinnahmen in Zweibrücken abgestürzt

Gute Nachrichten aus Bad Ems für die rheinland-pfälzischen Kommunen: Ihre Steuereinnahmen sind 2015 gegenüber des Vorjahres um 7,1 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Landesamt gestern mit. Für Zweibrücken sind die Zahlen allerdings alles andere als gut: Hier sanken die Steuereinnahmen , und das sogar um 10,9 Prozent.

Das ist mit Abstand die schlechteste Entwicklung aller 36 rheinland-pfälzischen Städte und Landkreise. Den zweitstärksten Rückgang hatte Pirmasens (- 7,9 Prozent), die größte Steigerung die Stadt Kaiserslautern (+ 20,4 Prozent). Die Ursache des dem Trend entgegengesetzten Absturzes ist den Daten des Statistischen Landesamtes allerdings nicht zu entnehmen. Auch Stadtsprecher Heinz Braun hatte zunächst keine Erklärung, da die für die Stadtfinanzen Verantwortlichen nicht erreichbar waren. Die höchste kommunale Steuereinnahmequelle ist die Gewerbesteuer. Hier hatte Braun noch Anfang Dezember erklärt, die Ergebnisse des Jahres 2015 lägen im Plan. Dies habe sich im Laufe des Monats zwar noch geändert, so Braun gestern - der vom Statistischen Landesamt genannte Rückgang der gesamten Zweibrücker Steuereinnahmen um 4,1 Millionen Euro sei damit allein aber wohl nicht zu erklären. Insgesamt lagen die Zweibrücker Steuereinnahmen 2015 bei 33,8 Millionen Euro. Umgerechnet je Einwohner sind das 995 Euro. Unter den zwölf kreisfreien Städten sind diese Zahlen nur in Frankenthal (959 Euro) und Pirmasens (930 Euro) niedriger. Im Kreis Südwestpfalz sind die Steuereinnahmen im Gegensatz zur Stadt Zweibrücken zwar gestiegen, aber nur unterdurchschnittlich (+ 1,9 Prozent). Die Pro-Einwohner-Einnahmen in der Südwestpfalz liegen bei nur 672 Euro - mit noch weniger müssen in Rheinland-Pfalz nur die Kreise Trier-Saarburg (617 Euro) und Kusel (609 Euro) auskommen.