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Entblößter Mann aus Pferdestall zu Geldstrafe verdonnert

Entblößter Mann aus Pferdestall zu Geldstrafe verdonnert

Das Amtsgericht Zweibrücken hat gegen einen jungen Mann aus Zweibrücken auf Antrag der Staatsanwaltschaft Strafbefehl wegen Hausfriedensbruchs und des Diebstahls erlassen und eine Geldstrafe in Höhe von 450 Euro verhängt.

Der Verurteilte war Ende November 2015 unbefugt in einen Stall in Zweibrücken eingedrungen, in dem unter anderem Pferde untergebracht sind (wir berichteten). Dabei wurde er gefilmt, wie er eine von der Stallbesitzerin angebrachte Kamera unter seiner Jacke versteckte und anschließend flüchtete. Auf den Bildern der Speicherkarte war auch zu erkennen, dass der Mann untenrum entblößt war und ein Kabel um den Hals gewickelt hatte. Der Verurteilte habe in seiner Vernehmung keine Angaben zu den Tatvorwürfen gemacht, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Martin Graßhoff auf Merkur-Anfrage mit. Dass der junge Mann neben den angeführten Straftaten auch sexuelle Handlungen an in dem Stall befindlichen Tieren vorgenommen hat und somit eine Ordnungswidrigkeit nach dem Tierschutzgesetz begangen hat, konnte nicht nachgewiesen werden. Der Verurteilte hat innerhalb der Frist keinen Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt. Die verhängte Strafe ist damit rechtskräftig.