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Ensheim will keinen Schadenersatz von Zweibrücker Flughafen

Ensheim will keinen Schadenersatz von Zweibrücker Flughafen

Die Flughafengesellschaft Saarbrücken hat ihr Vorhaben aufgegeben, Schadenersatz vom Zweibrücker Flughafen einzufordern. "Die Geschäftsführung hat sich die Situation im allgemeinen Kontext des ehemaligen Flughafenstandorts sowie unter juristischen Gesichtspunkten genau angesehen.

Sie berichtet, dass eine Beweisführung zu den grundsätzlich gegebenen Schadenersatzansprüchen eher schwierig werden dürfte", sagte Wolfgang Kerkhoff, Sprecher des saarländischen Wirtschaftsministeriums, auf Merkur-Anfrage. Offen bleibe dabei, wie aussichtsreich eine solche Klage "angesichts der Gesamtsituation wegen der Insolvenz des ehemaligen Flughafens" überhaupt sein könne. Daher habe die Geschäftsführung beschlossen, die Klage nicht weiter zu verfolgen.

Der Aufsichtsrat habe das in seiner Dezember-Sitzung "zur Kenntnis genommen", sagte Kerkhoff. Hintergrund der Schadenersatz-Forderung waren die von der EU für unrechtmäßig erklärten Hilfen für den Zweibrücker Flughafen und der damit nach Ansicht des Saarlandes kausal zusammenhängende Wechsel von Tuifly von Ensheim nach Zweibrücken 2007 beziehungsweise die mit Saarbrücken konkurrierenden Berlin-Flüge von Germanwings ab Zweibrücken . Nach dem Wechsel waren die Fluggastzahlen in Saarbrücken zurückgegangen.