1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Eiskunstlaufverein Skate‘n Fun Saar-Pfalz

Eiskunstlaufverein Skate‘n Fun Saar-Pfalz : „Das war eine leichte Entscheidung“

Der Eiskunstlaufverein Skate‘n Fun Saar-Pfalz erhält medizinische Unterstützung von Professor Konstantinos Anagnostakos.

Eiskunstlauf ist ein Sport, der in besonderer Weise Ästhetik, Athletik, Mut und Kraft verbindet und erfordert. Und auch bei diesem Sport kommt es – wie in anderen Sportarten auch – immer wieder zu Verletzungen. Zwar ist deren Gesamtzahl mit 1,4 Unfällen pro 1000 Trainingsstunden relativ gering, aber Kollisionen und Stürze auf dem harten Eis bleiben natürlich nicht aus. Doch auch ohne Unfall werden die Gelenke und die Muskulatur, beispielsweise durch die Sprünge, erheblich belastet. Der Eiskunstlaufverein Skate‘n Fun Saar-Pfalz kann sich darüber freuen, dass seinen Sportlerinnen und Sportlern in Zukunft für alle solche (Un-)Fälle ein versierter Mediziner zur Seite steht. Professor Dr. Konstantinos Anagnostakos, Chefarzt der Orthopädie am Klinikum Saarbrücken, hat sich dazu bereit erklärt, künftig als Vereinsarzt zu fungieren. Der Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und spezielle orthopädische Chirurgie, dessen Tochter selbst seit einigen Jahren im Verein trainiert, wird die Sportlerinnen und Sportler in Zukunft auf diese Art und Weise unterstützen. „Wir hoffen natürlich, dass wir seine Dienste nicht zu oft in Anspruch nehmen müssen, sind aber sehr froh, einen hochrangigen Mediziner an unserer Seite zu haben“, kommentiert die Vorsitzende des Vereins, Alena Hary, das Angebot des Arztes – der sich auch sehr über seine neue Aufgabe freut!

Wieso haben Sie sich dazu entschlossen der neue Vereinsarzt für den Skate’n Fun Saar-Pfalz zu werden?

Anagnostakos Das war eine leichte Entscheidung. Meine Tochter trainiert bereits seit drei Jahren im Verein. In dieser Zeit werden aus ersten Bekanntschaften gute Freundschaften mit vielen Eltern und Kindern. Als der Vorstand mich danach gefragt hat, habe ich mich sehr gefreut und konnte nur „Ja“ sagen!

Welche Aufgaben erwarten Sie nun?

Anagnostakos Nun hoffe ich, dass alle unsere Läufer gesund bleiben und ich lange nicht viel zu tun haben werde. Allerdings weiß jeder, dass Sportverletzungen und -unfälle zum Sport selbst dazugehören. Falls es dazu kommen sollte, stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.

Welche Voraussetzungen müssen für ein Läufer-Attest erfüllt werden?

Anagnostakos Bei jeder Sportart gibt es aus medizinischer Sicht unterschiedliche Schwerpunkte hinsichtlich der Belastung der verschiedenen Gelenke, Muskeln und Sehnen. Beim Eiskunstlauf sind gesunde Gelenke der oberen und unteren Extremität eine essenzielle Voraussetzung. Fehlhaltungen der Wirbelsäule, der Beinachsen aber auch Fußdeformitäten können über die Zeit zu chronischen Problemen führen, auch wenn sie sich im Alltag kaum bemerkbar zeigen. All diese Sachen müssen im Rahmen einer körperlichen Untersuchung genauestens überprüft werden.

Was können die Läufer tun, um Verletzungen zu vermeiden?

Anagnostakos Vor jedem Training ist ein richtiges und konsequentes Aufwärmtraining essenziell, um banale Verletzungen vorzubeugen. Der Körper muss vorbereitet sein. Es kann aber dennoch bei Fehl-, Mehr- und Überlastungen zu Sehnen- und Muskelverletzungen kommen, vor allem wenn Läufer nicht auf die Signale ihres Körpers hören. Daher sollte man darauf achten und einen qualifizierten Arzt aufsuchen, wenn sich der Körper meldet.

Was raten Sie, wie sollen Läufer und Eltern vorgehen, wenn doch mal ein schlimmer Sturz passiert ist?

Anagnostakos Als Erstes sollte man immer die Ruhe bewahren. Die letzten drei Jahre haben mir gezeigt, dass nach den meisten Stürzen der Eisläufer innerhalb von ein paar Sekunden wieder aufsteht und mit seinem Training weitermacht, so dass es sich nicht um richtig schlimme Stürze handelt. Falls es aber doch zu einer ernsthaften Verletzung kommen sollte, dann Ruhe bewahren und entweder direkt einen Krankenwagen anfordern, falls es sich um einen Notfall handelt, oder sich im Krankenhaus vorstellen, wenn der Allgemeinzustand des Betroffenen dies erlaubt.