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Einschulung Erstklässler in Zweibrücken

Höchste Zahl in Zweibrücken seit sieben Jahren : Deutlich mehr Kinder werden eingeschult

Für fast 300 Zweibrücker Grundschüler beginnt diesen Montag oder Dienstag ein neuer Lebensabschnitt.

„Es ist alles anders als in den früheren Jahren“, meint der Leiter der Breitwiesenschule, Andreas Rumpf, vor dem ersten Schultag für die 37 Erstklässer seiner Schule. So werden nicht alle 37 ABC-Schützen gleichzeitig begrüßt. „Eine Klasse kommt am Vormittag und die andere am Nachmittag.“ Nach dem jeweiligen Empfang in der Sporthalle gehen die Kinder mit höchstens zwei Erwachsenen und Lehrkraft in kleinen Grüppchen in den Klassensaal. „Die Schule ist ja nicht der einzige Bereich, der von den Corona-Regeln betroffen ist“, nimmt der Pädagoge die Vorschriften mit Gelassenheit hin. „Aber wir wollen, dass sich die Kinder gerne an den ersten Schultag erinnern.“ Wichtig ist dem Schulleiter, dass der Unterricht auch unter den Bedingungen der „eingeschränkten Normalität“ bleibt. Schließlich sollen die Kinder auch in der Zeit keine schulischen Nachteile haben.

Für insgesamt 293 Kinder beginnt am Montag und Dienstag an den acht Zweibrücker Grundschulen ein neuer Lebensabschnitt. Voriges Jahr waren es 278 Erstklässer. 2018 nur es 269. Zuletzt wurden 2013 mit 296 mehr ABC-Schützen in Zweibrücken gezählt. Vor zehn Jahren gabe es letztmals über 300 Schulanfänger in Zweibrücken.

Das „alles etwas anders ist“, und „das Wohl der Kinder ist uns wichtig“, äußerten sich die Schulleitungen und Lehrer auf Merkur-Anfrage unisono vor dem Schulstart. An der Hilgardschule ist seit Jahren der Dienstag der Schulbeginn für die Erstklässer. In diesem Jahr begrüßt Schulleiter Christian Weppler die 47 Kinder auf dem Schulhof. „Auch wir starten in zwei Gruppen. Eine um 8.30, die andere um 9.30 Uhr.“ Das Begrüßungsprogramm sei in diesem Jahr „nur minimal“, bedauert der Schulleiter. Mit Blick auf die Corona-Verordnungen müssten die Schulen flexibel reagieren.

Die Pestalozzischule begrüßt am Dienstag wieder die meisten Schulanfänger. Auch in der Schule starten die drei ersten Klassen zu unterschiedlichen Zeiten, wie Schulleiterin Sabine Theobald sagt. Nach einer Ansprache gehen die insgesamt 55 Erstklässer mit ihren Lehrern jeweils in ihre Säle.

Auch die Albert-Schweitzer-Schule in Ernstweiler ist in diesem Jahr mit 50 ABC-Schützen dreizügig. Schulbeginn mit der Begrüßung in der Sporthalle ist am Montag. Ebenfalls zu unterschiedlichen Zeiten. Die Schulleiterin Stefanie Grund bedauert, dass die üblichen Schnuppertage für die Vorschulkinder der Kindergärten in diesem Jahr wegen Corona ausgefallen sind. „Wir haben einen Malwettbewerb gemacht. Vielleicht finden die Kinder ja ihre Bilder und fühlen sich schneller heimisch in der neuen Umgebung.“ Aber es sei schon „anders als sonst“.

Mit dem „Bilderbuchkino“ bleibt in der Sechsmorgen-Grundschule ein Teil der traditionellen Einschulungsfeier in der Sporthalle erhalten. „Aber wir begrüßen am Montag die 43 Kinder der beiden Klassen auch zu unterschiedlichen Zeiten“, sagt Schulleiterin Sabina Gauf. Auch die Schülerpaten werde es geben. „Die werden den Neulingen auch vorgestellt. Aber im Gegensatz zu sonst, begleiten die Paten die Erstklässer nicht in den Klassensaal.“ Zumindest würden die ABC-Schützen ihre Paten einmal sehen.

33 Kinder starten am Dienstag in der Thomas-Mann-Schule in Ixheim in den Schulalltag. Auch hier beginnen die beiden Klassen zu unterschiedlichen Zeiten. Nach einer „kleinen Feier“, wie Schulleiterin Gertrud Rothhaar sagte, begleiten die Lehrer die Kinder in den Klassensaal. Zur Feier sei nur die „Kernfamilie“ eingeladen, bedauert Rothhaar. „Wegen Corona ist es halt so.“

An der Rimschweiler Grundschule werden die elf Erstklässer am Montag, neun Uhr, auf dem Schulhof oder bei schlechtem Wetter in der Sporthalle begrüßt, informiert die Lehrerin Annette Körner. Dabei sollen die Schüler Abstand halten. Danach geht es in den Klassensaal zu einem ersten Kennenlernen.

Die 17 Erstklässer der Grundschule Mittelbach werden am Montagmorgen auf dem Schulhof von den Schulkindern begrüßt. „Wir haben zwar nur eine Klasse. Aber damit möglichst viele Eltern bei der Feier dabei sein können, machen wir die Begrüßung in zwei Gruppen“, erklärt die Stellvertretung der Schulleitung, Tanja Sauermann-Holz. Während die Kinder ihre ersten Unterricht im Klassensaal verbringen, können die Eltern auf dem Schulhof mit dem nötigen Abstand warten.