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Einkommen steigen unterdurchschnittlich

Einkommen steigen unterdurchschnittlich

Zweibrücken/Bad Ems. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in Zweibrücken ist in den vergangenen Jahren zwar gestiegen - doch bei weitem nicht so stark wie in anderen rheinland-pfälzischen Kommunen. Das ist dem neuen Monatsheft des Statistischen Landesamtes zu entnehmen

Zweibrücken/Bad Ems. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in Zweibrücken ist in den vergangenen Jahren zwar gestiegen - doch bei weitem nicht so stark wie in anderen rheinland-pfälzischen Kommunen. Das ist dem neuen Monatsheft des Statistischen Landesamtes zu entnehmen. Demnach stieg zwischen den Jahren 2000 und 2007 (aktuellere Zahlen liegen nicht vor) das Einkommen in Zweibrücken um 10,9 Prozent, im Landesschnitt aber um 14,2 Prozent. Im Internet hat die Bad Emser Behörde weitere Daten veröffentlicht, die zeigen, wie sehr Zweibrücken der Einkommensentwicklung hinterherhinkt. Aufgeführt sind dort die Jahresdaten seit 1992. Der Landesindexwert wird bei dieser Zeitreihe jeweils auf 100 gesetzt. Während Zweibrücken 1992 mit 100,9 noch leicht über dem Landesdurchschnitt lag, sackte diese Entwicklung bis 2007 immer weiter ab und lag zuletzt bei 91,5 (siehe Grafik). Die direkt benachbarte Südwestpfalz hat sich dagegen relativ konstant entwickelt. Die wenig dynamische Entwicklung ist nur zum Teil damit zu erklären, dass generell in den rheinland-pfälzischen Landkreisen die verfügbaren Einkommen stärker gestiegen sind als in den Städten. Denn in den kreisfreien Städten ist im Schnitt der Landesindexwert von 1992 bis 2007 von 102,8 auf 95,9 gefallen - ein Minus von lediglich 6,9 verglichen mit dem Minus von 9,4 in Zweibrücken. Das durchschnittliche verfügbare Einkommen der privaten Haushalte lag zuletzt in Zweibrücken bei 16 343 Euro je Einwohner. Dabei sei zu berücksichtigen, dass alle Einwohner - vom Baby bis zum Greis - mitgezählt werden, erläutert das Statistische Landesamt. Beim verfügbaren Einkommen handelt es sich um den Betrag, über den die Haushalte frei verfügen können - also nach Verrechnung gezahlter Steuern, Sozialbeiträgen und Versicherungen auf der einen sowie erhaltener Sozialleistungen wie Hartz IV oder Kindergeld auf der anderen Seite. Das verfügbare Einkommen gebe somit "Aufschluss über die potenzielle Kaufkraft der Bevölkerung in einer Region" - sei aber nicht zu verwechseln mit der Kaufkraft, weil ein Teil des Einkommens auch außerhalb des Wohnorts ausgegeben werde, so das Statistische Landesamt. lf