Eine Lebensader der Stadt

Stolze 50 Kilometer lang ist der Schwarzbach. Den Großteil davon mäandert er zum Teil noch durch die Landschaft des westlichen Pfälzer Waldes, bevor er dann auf knapp sieben Kilometern fast kerzengerade die Stadt Zweibrücken durchstreift, beginnend am Ortseingang Niederauerbach und endend an der Grenze zwischen Ernstweiler und Einöd, wo er dann in die Blies mündet. Der Schwarzbach besitzt zwei Quellbäche, die südlich von Johanniskreuz im zentralen Pfälzerwald entspringen. Sie vereinigen sich nach jeweils etwa einem Kilometer auf etwa 370 Metern Höhe zur eigentlichen Burgalb, wie der Schwarzbach auf den ersten sechzehn Kilometern seines Laufs oft genannt wird. Bei Waldfischbach-Burgalben, wo er das geschlossene Waldgebiet verlässt, mündet von rechts aus Norden die zwölf Kilometer längere Moosalb und bei der Biebermühle fließt von links die Rodalb aus Südosten zu. Nachdem dann bei Thaleischweiler-Fröschen noch von Norden die Wallhalb einmündet, gelangt der Schwarzbach über Rieschweiler-Mühlbach, Dellfeld und Contwig nach Zweibrücken.

Dort erfreut er jahraus jahrein mit seinen Nebenbächen Auerbach, Hornbach und Bleicherbach die Spaziergänger, Läufer, Angler, Kanuten, aber auch Tretbootfahrer. Auf der Passage an der Schließ Richtung Niederauerbach ist der Tretbootverkehr schon seit Jahren im Sommer bei Groß und Klein beliebt. Wer bei all diesen Aktivitäten ins Schwitzen kommt, kann schnell im nahen Biergarten, fast wie in den Münchner Isar-Auen, seinen Durst löschen.

Aber bleiben wir bei den Schwarzbach-Auen, die aktuell mit der Umgestaltung der Bleicherbach-Umgebung einen neuen Charakter erhalten.

Wie Helge Schneider letztes Jahr bei seinem Auftritt in Zweibrücken feststellte, fühlte er sich in der Stadt am Schwarzbach wohl, da er auch durch seine Heimatstatt Düsseldorf fließe. Der Schwarzbach also ein Thema das verbindet, auch die Fische an der Treppe der Schließ, wo ihnen für die Wanderung eine komfortable Aufstiegsmöglichkeit errichtet wurde.

Komfortabel auch die Ab-, Aufstiegs- und Sitzmöglichkeit auf der "Treppe am Wasser" am barocken Herzogplatz, die bei den steigenden Temperaturen jetzt wieder auf Gäste am Schwarzbach wartet. Seltsamerweise fällt meist erst Auswärtigen das besondere Angebot der Zweibrücker Schwarzbachmeile auf, zu der natürlich auch Rosengarten, Rennwiese und Landgestüt gehören. "Ihr habt ja hier viel Sehenswertes ganz dicht beisammen", freuten sich jüngst Gäste aus Norwegen , die zuhause eigentlich Natur pur vor der Türe haben.

So schwarz und dunkel wie er klingt, ist er nämlich ganz und gar nicht - der Schwarzbach, der die Zweibrücker Gemüter eigentlich erhellt und zukünftig vielleicht sogar strahlen lässt.