Eine klare Sache

Viele Verbraucher sind verunsichert: In Deutschland soll das Trinkwasser teilweise hohe Nitratwerte aufweisen. Hiesige Verbandsgemeindewerke geben Entwarnung: Die Nitratwerte seien sehr gering.

Keinerlei Sorgen über die Trinkwasserqualität müssen sich die Bürger im Landkreis Südwestpfalz machen. Denn anders als in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten ist der vornehmlich durch Düngen mit Gülle verursachte Eintrag von Stickstoffverbindungen in den Boden und das Grundwasser - allen voran Nitrat - zwischen Zweibrücken und der Vorderpfalz so gering, dass er weit unter den Grenzwerten bleibt und im Grunde keine Rolle spielt. Gleich vorneweg: Leitungswasser ist das am stärksten kontrollierte Lebensmittel, das sogar noch strengeren Richtlinien unterliegt als alles, was es in Flaschen zu kaufen gibt. Nachdem Deutschland aufgrund der teilweise zu hohen Schadstoffwerte im November von der EU-Kommission gerügt und verklagt wurde, sind manche Bürger mit Blick auf das kostbare Nass aus dem Wasserhahn besorgt und zugleich verunsichert.

Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land: "Wir leben im Tal der Glückseligen", berichtet Werkleiter Eckart Schwarz von den Verbandsgemeindewerken Zweibrücken-Land, deren Nitratwerte im Schnitt bei rund 12,5 mg/l liegen. Mit 1,5 mg/l die niedrigsten Werte finden sich in Althornbach und Dietrichingen. Die höchste Belastung mit 20 und 23,6 mg/l gibt es in Dellfeld und Stambach. "Nach unserer Einschätzung haben wir in unserer Region keine Probleme mit Stickstoffverbindungen im Trinkwasser . Die Werte sind seit Jahrzehnten stabil und weit unter dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung", erklärt Schwarz. Dies sei zum einen in der vergleichsweise extensiven Landwirtschaft, zum anderen in den regionalen geologischen Bedingungen begründet. Der Wasserverbrauch mit im Schnitt rund 720 000 Kubikmetern sei ebenso seit Jahren konstant.

Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben: Zufrieden mit den Messergebnissen ist auch der Leiter der Verbandsgemeindewerke Thaleischweiler-Wallhalben, Joachim Becker. Versorgt wird die größte Verbandsgemeinde vom Wasserwerk Thaleischweiler-Fröschen, den Stadtwerken Pirmasens und dem Wasserzweckverband Sickingerhöhe-Wallhalbtal. Mit 3,5 mg/l am geringsten mit Nitrat belastet ist das Pirmasenser Wasser, während auch die anderen Brunnen mit Werten zwischen 10,0 und 12,9 mg/l weit unter der Schwelle bleiben.

Genauere Informationen über die Messergebnisse aller rheinland-pfälzischen Gemeinden sind jederzeit aktuell auf der Internetseite des Landesumweltministeriums zu finden.

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