Eine Heizung für zwei Gebäude

Vom Umbau der protestantischen integrativen Kindertagesstätte in der Bubenhauser Heiligentalstraße profitiert auch das benachbarte Lützelhaus. Denn es wird künftig mit Wärme aus der Heizung der Kita versorgt.

Mit einem Nahwärmeverbund möchte die Kirchengemeinde Ernstweiler-Bubenhausen Geld und Energie einsparen. Deshalb wird im Zuge des derzeit laufenden Um- und Anbaus der protestantischen integrativen Kindertagesstätte an der Heiligentalstraße in Bubenhausen nicht nur die Heizungsanlage erneuert (wir berichteten). Gleichzeitig wird mit einer Nahwärmeleitung das benachbarte Gemeindehaus an die Kita-Heizung angeschlossen. "Die Heizung im Lützelhaus ist über 25 Jahre alt und müsste über kurz oder lang auch erneuert werden", sagt Gemeindepfarrer Reinhard Scheller. Deshalb habe das Presbyterium entschieden, einen Nahwärmeverbund zu schaffen.

Die Gesamtkosten für die neue Heizanlage beziffert Scheller auf rund 23 000 Euro. Darin seien auch die Leitung und die Übergabestation enthalten. "Das müssen wir selbst finanzieren. Dafür gibt es keinen Zuschuss von der Stadt", erklärt der Pfarrer . Die Stadt zahlt lediglich einen Zuschuss für die Heizung, soweit diese für den Kindergarten benötigt wird. Die Mehrkosten für die größere Heizung müsse deshalb auch die Kirchengemeinde tragen. Scheller stellt den Mehrkosten für die größere Anlage die auf etwa 16 500 Euro geschätzten gesparten Kosten für eine neue Heizanlage für das Lützelhaus gegenüber.

Insgesamt spare die Kirchengemeinde und biete neben der Einsparung von Primärenergie weitere Synergieeffekte, sagt Scheller. So werde statt ursprünglich drei Heizungsbrennern nur noch einer benötigt und ein neues Brennwertsystem werde dazu eingebaut. Der Pfarrer sagt, dass weitere energiesparende Maßnahmen vorgesehen sind.

Seit Mitte 2014 wird das Gebäude für das neue Angebot mit drei integrativen Gruppen sowie eine Krippengruppe für unter dreijährige Kinder umgebaut. Wie die integrativen Gruppen werden auch in der Krippe Kinder mit und ohne Beeinträchtigung betreut. Zum integrativen Konzept gehört auch eine logopädische, ergo- und physiotherapeutische Betreuung. Dafür werden Räume angebaut. Die Heizung werde erst nach Ende der Heizperiode im März oder April eingebaut, informiert Scheller. Der Pfarrer rechnet damit, dass die Kinder noch in der ersten Jahreshälfte in die sanierten Räume einziehen. Zurzeit sind die Kinder im Lützelhaus.

Vor wenigen Tagen erhielt Pfarrer Scheller von Heinrich Trautmann eine Spende von 400 Euro, die für den Nahwärmeverbund eingesetzt werden soll. "Wir haben noch weitere Spenden erhalten. Es wäre schön, wenn wir in Zukunft viele Nachahmer finden könnten."