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Eine Dankeskarte sorgt für feuchte Augen

Eine Dankeskarte sorgt für feuchte Augen

Das Evangelische Krankenhaus Zweibrücken schließt heute endgültig seine Pforten. Vergangene Woche baten wir daher die Merkur-Leser, uns ihre speziellen Erinnerungen an die Klinik zukommen zu lassen. In unserer Reihe "Krankenhaus-Geschichte(n)" haben wir in dieser Woche jeden Tag eine dieser Geschichten vorgestellt. Heute sind es gleich zwei: Paul Wagner aus Rieschweiler-Mühlbach hat sich an den Computer gesetzt, um seiner Dankbarkeit Gestalt zu verleihen (siehe Foto). Dazu schreibt er: "Heute hatte ich meinen wohl letzten Kontroll-Termin im EKD und da wollte ich für jahrelange gute Betreuung dank sagen. Dazu hatte ich eine Fotomontage mit blauem Himmel und dunklen Wolken angefertigt. Die Bilder wurden dankbar angenommen und haben feuchte Augen hervorgebracht."

Die zweite Geschichte stammt von Michael Kleber aus Zweibrücken : In der Sechsten Klasse, das war 1974/75, wurde ich das erste von sieben Mal im Evangelischen Krankenhaus operiert. Damals von Dr. Heun (HNO) Polypen-Entfernung in der Nase."

Es folgten drei Knie-OPs, zwei Karpaltunnel-Syndrom und eine Gallenentfernung, schildert Kleber weiter. "Immer kam ich gesund und wohlgelaunt wieder heraus" so der Zweibrücker. . "Nicht nur die Ärzte waren dort sehr gut, sondern auch das Pflegepersonal war immer Spitze!" Es sei sehr schade, "dass der Träger, der LVIM, diese wunderbare Klinik sehenden Auges an die Wand gefahren hat".

Außer den Kündigungsklagen sei allen Mitarbeitern und der Stadt zu empfehlen, auch Schadensersatzklagen anzustrengen. "Mir jedenfalls", fasst Kleber zusammen, " bleibt diese Klinik in allerbester Erinnerung."