1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Investition für Kinder: Ein Spielplatz für Hengstbach

Investition für Kinder : Ein Spielplatz für Hengstbach

Der UBZ hat im Jugendhilfeausschuss des Stadtrates die Planungen vorgestellt.

Wenn das Wetter mitspielt, könnte der Spielplatz in Hengstbach im Mai, Juni eröffnet werden, kündigte Stefan Hell, Leiter der Grünflächenabteilung des Umwelt- und Servicebetriebs, in der Sitzung des städtischen Jugendhilfeausschusses an. Der Spielplatz liegt am Rande des Neubaugebiets Auf Äckerchen. „Dort sind etwa 30 Grundstücke bebaut oder im Bau. Da wird es Zeit, dass auch der Spielplatz gebaut wird“, meinte Hell.

Wie beim neuen Spielplatz in Mittelbach, der im September des vergangenen Jahres eingeweiht worden war, waren auch beim Hengstbacher Spielplatz die Kinder des Mittelbacher Kindergartens eingebunden. „Die haben ihre Wünsche geäußert. Aber wir können nicht alle erfüllen“, sagte Hell. Bei den Wünschen sei die Tendenz in Richtung bewegen, klettern, hangeln, rutschen, balancieren  gegangen.

Über die Straße Auf Äckerchen wird der fast 500 Quadratmeter große Spielplatz erreicht. Mit einer Hecke wird der Platz zur Straße und den Nachbargrundsrücken abgegrenzt. Wie in Mittelbach ist der Spielplatz in Bereiche für Kinder bis drei Jahre, für Kinder zwischen vier und sieben Jahre und ältere bis 13 Jahre aufgeteilt. Dabei bekommen die kleineren Kinder eine Spielkombination mit Rutsche, die mittleren einen Kletterturm und eine Schaukelkombination und die größeren eine Spielkombination mit Klettern und Hangelelementen.

Alles aus „hochwertigem, langlebigem und pflegeleichtem Material“, wie Hell betonte. Die Geräte samt  Montage kosten rund 45 000 Euro. Für Modellierung, Bodenverbesserung, Bepflanzung oder Fallschutz fallen noch einmal 30 000 Euro an.

Dass an die verschiedenen Altersgruppen gedacht wurde, erfreute Gerhard Burkei (Linke). „Aber es ist nicht viel Platz.“ Elisabeth Metzger (CDU) meinte, dass der Spielplatz mit den Geräten „zu voll ist. Da bleibt kein Platz mehr zum Springen.“ Maria Goos-Hoefer (PBZ) fragte, ob man nicht auf die Hecke verzichten könnte, um mehr Platz zu schaffen. „Ohne Geräte fehlt die Anziehungskraft“, sagte Bürgermeister Christian Gauf (CDU). „Wir müssen uns nach den Gegebenheiten richten.“

Der Jugendhilfeausschuss stimmte dem Ausbau der Schulsozialarbeit um eine Viertelstelle zu. Allerdings nicht wie in der Sitzungsvorlage aufgeführt für die Canadaschule, sondern für die Mannlich-Realschule. „Wir wollten die Stelle schon besetzen, als wir vor wenigen Tagen über eine neue Verordnung informiert wurden. Das sieht Schulsozialarbeit nur für Schulen mit einer zehnten Klassenstufe vor“, begründete Jugendamtsleiter Jörg Klein den Wechsel.

Da die Mannlich-Realschule, die bisher eine halbe Stelle inne hat, schon länger nachgefragt habe, habe sich die Verwaltung entschieden, die Schulsozialarbeitsstelle für die Schule aufzustocken. „Wir verlieren die Canadaschule nicht aus dem Auge“, betonte der Jugendamtsleiter. Gabi Vogelgesang (SPD) bedauerte, dass die Canadaschule nicht unterstützt werden kann.

Der Jugendhilfeausschuss stimmte einer Nutzungsordnung für das Jugendzentrum Maxstraße bei einer Gegenstimme von Gerhard Burkei (Linke) zu. Der beklagte, dass im Juz keine Geburtstage mehr gefeiert werden dürfen. In der erstmals zusammengefassten Nutzungsordnung ist festgelegt, dass die Räume „für private, politische, religiöse oder gewerbliche Zwecke … nicht zur Verfügung stehen“.

Winfried Hoffmann regte an, dass man das Wort „politische“ durch „Parteien oder politische Gruppierungen“ ersetzen müsse. „Sonst wird politische Bildungsarbeit ausgeschlossen.“ Wie die vom Stadtjugendring organisierte Runde mit Politikern vor Wahlen, wie Nico Kuhn hinzufügte. Der Ausschuss stimmte für die Änderung.