1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Ein ganz besonderes Fußball-Camp

Ein ganz besonderes Fußball-Camp

40 Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen waren kürzlich auf dem Sportplatz des TuS Rimschweiler zusammengekommen, um ihrem liebsten Hobby bei einer dreitägigen Veranstaltung nachzugehen.

Großes Getümmel auf dem Rimschweiler Sportplatz. Hier fand kürzlich ein Camp für fußballinteressierte Kinder statt. Organisiert wurde das ganze von Florian Zahler, Leiter des Jugendzentrums Zweibrücken . Als "ein Camp der etwas anderen Art" bezeichnete Zahler die dreitägige Veranstaltung, denn unter den Teilnehmern waren auch Kinder mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen. Unterstützung beim Training gab es von Ex-Bundesligaprofi Michél Dinzey, Fitness-Trainer Horst Kirscher und den drei TuS-Spielerinnen Luisa Welsch, Hannah Unterspann und Meike Weinmann. Die hatten auch alle Hände voll zu tun, denn mit 40 Kindern war das Camp restlos ausgebucht.

Natürlich stand der Spaß am Fußballspielen an erster Stelle, aber auch das soziale Lernen war ein großes Thema für Florian Zahler: "Das fing schon morgens beim gemeinsamen Frühstück an und war Teil eines jeden Trainings. Ein Camp dieser Art gab es in Zweibrücken noch nicht." Von Anfang an wurden die Gruppen nicht nach Leistung oder Alter getrennt, denn die Kinder sollten lernen auch mit jüngeren oder älteren zusammenzuspielen und diese mit Respekt zu behandeln.

"Trotz der unterschiedlichen Altersgruppen kamen die Kinder sehr gut miteinander klar. Besonders gut fand ich es, dass niemand aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen ausgeschlossen oder geärgert wurde", findet Trainerin Hannah Unterspann.

Ein Höhepunkt während des Camps war wohl der Besuch des DFB-Mobils, wo durch viele Spiele die Ballfertigkeit und der Teamgeist gefördert werden sollten.

Aufgrund des schlechten Wetters wurde das Training nach dem Mittagessen dann aber in die kleine Mehrzweckhalle des TuS Rimschweiler verlegt. Ex-Profi Michél Dinzey war unter den Trainern der wohl erfahrenste. Des Öfteren setzt er sich in seiner Freizeit für soziale Projekte ein und weiß dadurch, wie er mit den Kindern umgehen muss um sie optimal zu Fördern. "Vor allem die Gruppenarbeit unter den Kindern war mir sehr wichtig und natürlich selbst auf die verschiedenen Charaktere der Kinder einzugehen. Die Mischung zwischen streng und locker muss einfach stimmen im Training." Dass dies wohl sehr gut funktioniert hat zeigt das ausschließlich positive Feedback: "Mir hat das Camp sehr gut gefallen. Bei der Trainerin Hannah hat es mir am meisten Spaß gemacht.", so der 13-jährige Lucas Braun.

Unter den 40 Teilnehmern waren auch vier Mädchen dabei, denen das Training mindestens genauso viel Spaß gemacht hat wie den 36 Jungs. "Ich fand das Training sehr gut, am meisten hat mir aber das Hürdenspringen beim Stationentraining gefallen", sagt die achtjährige Maike Becker.Für die Verpflegung sorgte das Sportheim Rimschweiler, wo es täglich Frühstück , Mittagessen und einen Nachmittagssnack gab. Für die Zubereitung des Essens standen einige Mütter zur Verfügung. Alle Kosten wurden vom SPD-Ortsverein Rimschweiler und dem Förderverein des TuS übernommen. Für das Frühstück sorgte eine Rimschweiler Bäckerei.