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Ehrgeizige Pläne in Sachen Tourismus

Ehrgeizige Pläne in Sachen Tourismus

Noch im Sommer soll am Herzogplatz eine Sitzstufenanlage errichtet werden, die zum Schwarzbach führt. Und am Contwiger Wasserspielplatz sollen Kinder in zwei Spielmuscheln ihren Spaß haben.

"Das Ziel ist, die Stadt attraktiver für die Einwohner und Gäste zu machen", betonte die Abteilungsleiterin Wasser beim Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken , Nicole Hartfelder bei der Vorstellung der "Stadt-Umland-Strategie" im Rathaus der Stadt. Nach einer Machbarkeitsstudie des Büros Laub könne das mit einer "Aufwertung und Aktivierung" des Schwarz- und des Bleicherbaches erreicht werden. Als erste Maßnahme werde noch in diesem Jahr eine Sitzstufenanlage vom Herzogplatz zum Schwarzbach geschaffen.

In einer zweiten Maßnahme wird der Bleicherbach zwischen der Entnahmestelle des Wasserwerks Pallmann in Höhe des Kindergartens Heilig Kreuz bis zum Freibad in verschiedenen Abschnitten durch unterschiedliche Maßnahmen aufgewertet. Durch das Freischneiden im Bereich des Freizeitgeländes und entlang des Guldenwegs sei das schon zu erkennen, sagte Hartfelder. Der dritte Abschnitt im Bereich des Campingplatzes, der im Besitz der Gesellschaft für Wohnen und Bauen ist, folge frühestens ab 2018.

Peter Martini von der Kreisverwaltung erwähnte, dass der bestehende Radweg entlang des Schwarzbachs zwischen Thaleischweiler und Zweibrücken ein wesentlicher Bestandteil des Projekts sei. "Aber bei dem Radweg gibt es noch Luft nach oben", sagte Martini.

Ein neues Projekt ist der Wasserspielplatz am Contwiger Freibad, den Landschaftsarchitekt Stefan Laport vorstellte. Der seit einigen Tagen im Bau befindliche Wasserspielplatz stärke das im Freizeitgebiet angrenzende Freibad, den Grillplatz, den Spielplatz und den Kiosk. In zwei Spielmuscheln können Kinder im, am und mit Wasser spielen, erläuterte Laport das Konzept des Wasserspielplatzes, der noch im Sommer fertig sein soll.

Zugänge zum Wasser möchte auch Verbandsbürgermeister Thomas Peifer in Thaleischweiler schaffen. "Wir haben einige Ideen, die mit geringerem Aufwand recht schnell umgesetzt werden können." Dabei denkt Peifer an die Bereiche der Brücken an der Sporthalle, an der Sparkasse oder dem alten Waschbrunnen. Weitere Ideen gebe es in Rieschweiler-Mühlbach.

Peifer griff auch die Bemerkung Martinis auf, das Wallhalbtal mit seinem Radweg einzubinden. Peifer: "Bis Landstuhl liegen elf Mühlen auf dem Weg." Dabei möchte die neue Besitzerin der Rosselmühle das Ensemble touristisch nutzen. Martini hatte auch das Hornbachtal mit seiner Radwegverbindung nach Zweibrücken angesprochen.

In Hornbach plant das Architekturbüro Grub, für einen Investor den Oberbeiwalderhof zu einer psychosomatischen Privatklinik für 46 Gäste umzubauen (wir berichteten). Neben der Vorstellung der Pläne für die Klinik nannte Grub auch Ideen für das Umfeld. So sitze die Klinik am Rand der Talaue quasi als "Balkon". Dabei könne die Talaue ökologisch aufgewertet werden, der Radweg an den Hornbach herangeführt werden.